Raumkonzept: Bern will nicht in zweiter Liga spielen
Aktualisiert

RaumkonzeptBern will nicht in zweiter Liga spielen

Im Zusammenhang mit dem viel diskutierten Raumkonzept Schweiz will sich der Grossraum Bern pointiert als Hauptstadtregion Schweiz positionieren. Diese müsse gleich behandelt werden wie die Metropolitanräume Zürich, Basel und Lausanne/Genf, fordern Stadt und Kanton Bern.

Das Bundesamt für Raumentwicklung hatte Bern in den bisherigen Entwürfen zu einem Raumkonzept Schweiz nicht als Metropolitanregion eingestuft, sondern in die zweite Liga relegiert. In Bern reagierte man darauf entsprechend verschnupft.

Statt auf dem Label Metropolitanregion zu beharren, machen sich Stadt und Kanton nun daran, den Begriff Hauptstadtregion nach ihren Vorstellungen auszufüllen und sich damit zu positionieren. «Wir sind nicht gleichartig wie die drei Metropolitanregionen, aber wir sind gleichwertig», betonte der Berner Stadtpräsident Alexander Tschäppät.

«Wir gehören in die oberste Liga», führte Tschäppät aus. Ohne Hauptstadtregion gebe es keine Metropolitanregionen. Die Hauptstadtregion stelle die Vernetzung der Metropolitanregionen sicher und sei politischer Taktgeber, sagte Regierungsrat Christoph Neuhaus.

Neuhaus und Tschäppät verstehen die Hauptstadtregion Bern durchaus auch als kantonsübergreifenden Raum. Drei Studien belegten, dass sich der Grossraum Bern als Hauptstadtregion eigenständig und unverwechselbar positionieren könne und alle Voraussetzungen eines grossstädtischen Raums erfülle. (sda)

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