Inklusive unterirdischer Mauer - Bern will seinen Hochwasserschutz für 132,5 Millionen Franken upgraden
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Inklusive unterirdischer MauerBern will seinen Hochwasserschutz für 132,5 Millionen Franken upgraden

562 Kubikmeter Wasser pro Sekunde donnerten am Freitag in Bern die Aare hinunter. Überschwemmungen wie in den letzten Tagen sollen aber bald der Vergangenheit angehören.

von
Lucas Orellano
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In Bern kam es zu Überschwemmungen.

In Bern kam es zu Überschwemmungen.

20min/Simon Glauser
Verschiedene am Fluss gelegene Quartiere wurden dabei überflutet.

Verschiedene am Fluss gelegene Quartiere wurden dabei überflutet.

20min/Simon Glauser
Doch in ein paar Jahren sollen neue bauliche Massnahmen das verhindern.

Doch in ein paar Jahren sollen neue bauliche Massnahmen das verhindern.

20min/Simon Glauser

Darum gehts

  • In den vergangenen Tagen flossen zeitweise mehr als 560 Kubikmeter Wasser pro Sekunde durch Bern.

  • Bis 2028 soll der Hochwasserschutz nun stark verbessert werden.

  • In vier Quartieren an der Aare sind Schutzmauern geplant, in der Matte sogar eine unterirdische.

Die Stadt Bern will sich besser gegen Hochwasser schützen, wie sie in den letzten Tagen vorkamen, als die Aare teilweise über 550 Kubikmeter Wasser pro Sekunde durch die Bundesstadt schwemmte. Verschiedene am Fluss gelegene Quartiere wurden dabei überflutet. Doch in ein paar Jahren sollen neue bauliche Massnahmen das verhindern, wie die «Berner Zeitung» schreibt.

Konkret sollen Mauern errichtet werden, die die Quartiere auch dann trocken halten, wenn 550 Kubikmeter (Dalmazi- und Altenbergquartier) beziehungsweise 600 Kubikmeter (Marzili- und Mattequartier) Wasser pro Sekunde die Aare hinunterdonnern. Zusätzlich sollen auf den Schutzmauern noch mobile Sperren errichtet werden können. In der Matte, wo der Untergrund sehr durchlässig ist, soll sogar eine unterirdische Dichtwand das Aarewasser von den Häusern fernhalten. Die Erkenntnisse aus dem aktuellen Hochwasser sollen ins Projekt einfliessen.

Mauerhöhe gibt Anlass zur Diskussion

Das Projekt kommt voran. Vor acht Jahren genehmigte die Stimmbevölkerung die Erstellung eines Wasserbauplans, der mittlerweile vorliegt. Nach Protesten von Anwohnerinnen und Anwohnern, unter anderem zur Mauerhöhe, wurde der Plan überarbeitet. Derzeit laufen die letzten Einspracheverhandlungen beim Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland. Wenn Gemeinderat und Stadtparlament den Kreditantrag bewilligen, kommt das Projekt vors Volk – wahrscheinlich noch in den nächsten eineinhalb Jahren.

Stimmt die Bevölkerung zu, soll von 2023 bis 2028, grösstenteils im Winter, gearbeitet werden.

Kosten soll der verbesserte Hochwasserschutz rund 132,5 Millionen Franken, aufgeteilt auf Bund, Kanton Bern und Energie Wasser Bern (EWB). Die Stadt Bern soll zwischen 50 und 60 Millionen Franken selber übernehmen.

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