«Grounding 2026»-Skript: «Bern wurde gerade durch die Uno befreit»
Aktualisiert

«Grounding 2026»-Skript«Bern wurde gerade durch die Uno befreit»

Economiesuisse hält das Video gegen die Abzocker-Initiative unter Verschluss – weil es provozieren könnte. Jetzt ist das Storyboard aufgetaucht: Es zeigt Michael Steiners Horrorvision im Detail.

von
rey

Nimmt das Schweizer Stimmvolk Thomas Minders Abzocker-Initiative an, geht die Schweiz vor die Hunde. Zumindest wenn es nach dem Viral-Spot «Grounding 2026» von Michael Steiner geht. Die grobe Story ist bekannt. Jetzt veröffentlichte die «Wochenzeitung» das Storyboard des Videos, das Economiesuisse nach der Kontroverse nicht veröffentlicht. Es zeigt, wie Steiners Horrorvision im Detail aussieht.

In dreissig Einstellungen zeichnet der Film eine apokalyptische Zukunft: Eine deutsche News-Sendung berichtet, wie Schweizer bei dem Versuch, über den Rhein nach Deutschland zu flüchten, verunglückt sind. Bern wurde gerade von Uno-Truppen aus den Händen von Gangsterbanden befreit, während Zürich immer noch von Gangs kontrolliert wird. Wahrzeichen wie das Bundeshaus sind schwer beschädigt.

«Genug von den Schmarotzer-Schweizern»

Neidisch blickt man in die Romandie, die sich Frankreich angeschlossen hat. Doch sie befindet sich unerreichbar hinter der «Röstimauer», dem modernsten Grenzbauwerk der Welt. Ein Schweizer gibt in einem Flüchtlingslager zu: «Ich war so dumm und habe ‹Ja› gestimmt zur Minder-Initiative. Aus lauter Neid.» Dann sei alles schnell gegangen. Alle Firmen hätten das Land verlassen, Job weg, Staatsbankrott, Krawall.

Dann die Parole: «Nein zur Abzocker-Initiative – es trifft die falschen.» Zum Schluss sieht man deutsche Demonstranten, die gegen Schweizer hetzen: «Wir haben genug von den Schmarotzer-Schweizern. Zuerst die Türken, die Polen, die Griechen und jetzt die Schweizer. Hört das denn nie auf?»

Michael Steiner und Economiesuisse waren zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

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