Aktualisiert 09.12.2008 22:29

Hilfe rückt näherBernanke gegen Kredite an Autokonzerne

Der Präsident der US-Notenbank hat sich gegen einen Vorschlag gewandt, das Notprogramm der Fed für Banken auch für die ums Überleben kämpfende Autoindustrie zu nutzen. Die Entscheidung über eine Finanzhilfe für die drei grossen US-Autokonzerne sollte der Kongress treffen.

Dies schrieb Ben Bernanke dem Vorsitzenden des Bankenausschusses im US-Senat, Christopher Dodd am Dienstag. Dodd hatte angesichts des zähen Ringens im Kongress vorige Woche in einem Brief an Bernanke gefragt, ob es irgendwelche Hindernisse für Kredite der Notenbank an die Autokonzerne gebe.

Die Verhandlungen zwischen der demokratischen Kongressmehrheit und dem Weissen Haus über einen Rettungsplan für die Automobilindustrie in Höhe von zunächst 15 Milliarden Dollar dauerten am Dienstag noch an.

Hilfe rückt näher

Die dringend benötigte Milliardenhilfe für die notleidenden US-Autohersteller ist in greifbare Nähe gerückt. Die Demokraten im US-Kongress und das Weisse Haus setzten am Dienstag die Verhandlungen zum 15 Mrd.-Dollar-Rettungsplan fort.

Mit den Notkrediten, an deren Verwendung allerdings scharfe Kontrollen geknüpft werden sollen, könnten die drei grossen Autobauer ihre Existenz zumindest bis ins nächste Jahr sichern, berichteten amerikanische Medien.

Pelosi «sehr ermutigt»

«Ich bin durch die bisherigen Diskussionen sehr ermutigt», sagte die Präsidentin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, am Montagnachmittag.

US-Medien meldeten jedoch, dass es Vorbehalte des Weissen Hauses den Vorschlägen gegenüber gebe. Der Regierung seien die Vorstellungen der Demokraten nicht strikt genug, berichtete das «Wall Street Journal» am Dienstag.

Er werde befürchtet, dass kaum überlebensfähige Unternehmen einen Anreiz erhielten, ebenfalls um staatliche Hilfen zu bitten. Einer Übereinkunft von Demokraten und Weissem Haus muss anschliessend noch der Kongress zustimmen.

(Quelle: SDA/AP)

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