Aktualisiert 05.01.2016 16:25

Reaktion auf KritikBernaqua verbietet Filmen und Fotografieren

Das Berner Erlebnisbad Bernaqua hat nach kontroversen Diskussionen seine Badeordnung angepasst. Aufnahmen im Bad sind nun wieder verboten.

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ij / miw

Nach massiver Kritik haben die Betreiber des Erlebnisbades Bernaqua das Fotografieren und Filmen ab sofort wieder verboten. «Wir gewichten den Persönlichkeits- und Kindesschutz höher als ein schönes Erinnerungsfotos aus dem Bad», begründet Sharon Zwahlen vom Bernaqua den Entscheid gegenüber 20 Minuten. So wolle man das Risiko minimieren, dass Kinder oder auch Erwachsene in krimineller Absicht fotografiert oder gefilmt werden.

«Auch die etlichen Kommentaren in Zeitungen haben uns zu diesem Entscheid bewogen», sagt Zwahlen. Hunderte 20 Minuten-Leser diskutieren ebenfalls über die gelockerte Vorschrift der Berner Schwimmanlage. «Dieses Bad wird von mir nicht mehr besucht», schrieb etwa ein Leser. Andere wiederum begrüssten die Knips-Erlaubnis im Bad. Auch im Unternehmen selber sei eine Diskussion darüber entbrannt, heisst es von Seiten der Betreiber.

Das Verbot wurde erst im vergangenen Dezember aufgehoben, weil Familien ihre Kinder beim Plantschen fotografieren wollten. Die vorübergehend installierten Tafeln am Eingang des Bades hatten darauf aufmerksam gemacht, dass Erinnerungsfotos von sich selbst und Kindern erlaubt seien. Das Personal hätte überwachen sollen, dass niemand fremde Personen fotografiert oder filmt.

Da die gelockerte Regelung aber eine kontroverse Diskussion ausgelöst habe, führe man das Verbot nun wieder ein.

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