Aktualisiert 09.03.2011 21:43

Kari, Gotthelf, Polo HoferBerner als Musical-Helden

Die Hauptstadt entwickelt sich immer mehr zur Musical-
Hochburg. Bald gibt es sogar eine Show mit den Liedern von Polo Hofer.

von
Sophie Reinhardt
Polo national – seine berühmtesten Songs werden zu einem Musical arrangiert. (Alice Hofer)

Polo national – seine berühmtesten Songs werden zu einem Musical arrangiert. (Alice Hofer)

Grosse Ehre für den Berner Musiker Polo Hofer: Aus seinen berühmtesten Songs entsteht ein Musical. Ab Februar 2012 soll die Show im Musicaltheater der Bea Expo zu sehen sein. Polo National wird im Stück «Alperose» aber nicht selbst die Bühne rocken.Dennoch: Für den Altstar ist die Produktion eine grosse Ehre. «Imitation, ja Interpretation, ist die höchste Art von Verehrung, die einem Künstler zuteil werden kann», so Polo national.

Die Polo-Show befindet sich in bester Gesellschaft. Denn derzeit erobern besonders viele berndeutsche Texte die Schweizer Musicalbühnen: Das Musical «Dällebach Kari» wird gerade erfolgreich nach Zürich exportiert. Die Thuner Festspiele planen bereits ihre nächste Produktion – das «Gotthelf»-Musical.

PR-Berater Klaus J. Stöhlker ahnt, warum die ganze Schweiz dem Berner Charme verfällt: «Bern hat eine besonders grosse Regionalkultur: musikalisch, literarisch, aber auch optisch. Dies lässt sich halt gut vermarkten.» Der Berner Dialekt besitze ausserdem einen Charme, der in der ganzen Schweiz gut ankomme.

Heier Lämmler, der seit Jahren Schweizer Musicals und auch das «Alperose-Musical» betreut, ist überzeugt: «Bern erwacht langsam zur Musicalstadt, insbesondere wenn es in Zukunft noch mehr passende Infrastruktur gibt.»

«Ewigi Liebi» darf wohl bleiben

Das Polo-Musical wird zwar bei der Bea Expo über die Bühne gehen. Doch die Zeichen stehen gut dafür, dass auch «Ewigi Liebi» auf dem Wankdorf-City-Areal bleibt. Eigentlich war die Halle als Provisorium angekündigt. Nun heisst es bei den Zürcher Betreibern, der Maag MusicHall AG, man habe bereits die mündliche Zusage der Stadt Bern, bleiben zu dürfen. Stadtpräsident Alexander Tschäppät bestätigt: «Wir stehen voll hinter der Idee.» Noch kann aber Einsprache erhoben werden.

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