Dreister Wasserklau : Warum verschwanden in Köniz BE Unmengen an Trinkwasser? 

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Dreister Wasserklau Warum verschwanden in Köniz BE Unmengen an Trinkwasser? 

In Köniz BE hat ein Unbekannter grosse Mengen Wasser gestohlen. Das ist nicht nur illegal, sondern gefährdet auch die Trinkwasserversorgung. 

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Ein Unbekannter hat in Köniz einen Hydranten angezapft. (Symbolbild) 

Ein Unbekannter hat in Köniz einen Hydranten angezapft. (Symbolbild) 

Sonja Mulitze
Die Wassermengen dürften zur Bewässerung eines Feldes verwendet worden sein. (Symbolbild)

Die Wassermengen dürften zur Bewässerung eines Feldes verwendet worden sein. (Symbolbild)

Marc Dahinden
Der Wasserklau könne für die Trinkwasserversorgung gravierende Folgen haben, warnen die Behörden.  (Symbolbild)

Der Wasserklau könne für die Trinkwasserversorgung gravierende Folgen haben, warnen die Behörden.  (Symbolbild)

Marc Dahinden

Darum gehts 

  • In Köniz sanken im Juni und Juli die Pegelbestände der Wasserreservoirs abrupt. 

  • Beim Dieb dürfte es sich um einen Landwirt handeln, der sein Feld bewässerte. 

  • Der Wasserklau aus dem Hydranten könne für die Trinkwasserversorgung gravierende Folgen haben, warnen die Behörden. 

Im ländlichen Teil von Köniz BE stellten die Behörden in diesem Sommer einen auffälligen Wasserverbrauch fest: Während je einer Woche im Juni und im Juli, als es besonders heiss war, sanken die Pegelstände der Wasserreservoirs abrupt, wie die «Berner Zeitung» berichtet. Dies deute auf illegalen Bezug hin, sagt der zuständige Gemeinderat Hansueli Pestalozzi (Grüne) – und stellt unmissverständlich klar: «Wer ohne Genehmigung Hydranten anzapft, begeht Diebstahl.»

Über die mögliche Täterschaft macht Pestalozzi keine Angaben. Der Zeitpunkt des Bezugs – jeweils abends zwischen 19 und 20 Uhr – deute indes auf Bewässerung hin, wie die Zeitung weiter schreibt. Plausibel erscheint daher, dass es sich beim Dieb um einen Landwirt handelt. 

Kontrollfahrten zeigten Wirkung

Das Anzapfen des Hydranten ist aber nicht nur illegal, sondern gefährdet auch die Trinkwasserversorgung. «Es kann beim Anzapfen ein Vakuum entstehen, durch welches verschmutztes Wasser vom Schlauch zurück ins Trinkwassersystem fliessen kann», erklärt Pestalozzi. Nach den Diebstählen führte die Gemeinde Kontrollfahrten durch – seither hat es keine Vorfälle mehr gegeben. Anzeige wurde nicht erstattet. 

Die Wasserversorgung sei «grundsätzlich nicht für die landwirtschaftliche Bewässerung dimensioniert», sagt Marin Frey, Betriebsingenieur beim Berner Wasserverbund, zur «Berner Zeitung». Die dafür benötigten Mengen könnten schlichtweg nicht bereitgestellt werden. «Wer als Landwirt Kulturen anbaut, der regelt deren Bewässerung in der Regel netzunabhängig.»  

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(sul)

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