Aktualisiert 20.06.2018 13:02

Roboter-WM

Berner Cracks kämpfen um die Roboter-Krone

Die Höhere Fachschule für Technik Mittelland nimmt am RoboCup 2018 teil. Dort messen sich verschiedene Universitäten in ihren Programmierkünsten.

von
rc

In den letzten drei Jahren erreichte die Höhere Fachschule für Technik Mittelland (hftm) aus Biel jedes Mal eine Topplatzierung an der Robo-WM. (Video: RC)

Während momentan die ganze Welt nach Russland schaut, findet in Kanada eine Weltmeisterschaft der etwas anderen Art statt: Dort geht nämlich vom 18. bis 21. Juni die alljährliche Roboter-WM über die Bühne. Dabei treffen sich rund 2000 Wissenschaftler und Studenten aus der ganzen Welt, um mit ihrer Technik und ihren Programmierfähigkeiten gegeneinander anzutreten.

Mit dabei ist auch die Höhere Fachschule für Technik Mittelland hftm mit Sitz in Biel und Grenchen. Die Studenten aus dem Seeland rechnen sich gute Chancen aus, denn Vertreter ihrer Schule wurden sowohl 2015 in Hefei, China, wie auch 2016 in Leipzig Vize-Weltmeister. Und auch letztes Jahr ergatterte man sich im japanischen Nagoya die Bronzemedaille.

Roboter-WM 2018

Am Cup messen sich die Teams in zahlreichen Kategorien, zum Beispiel in der Disziplin Logistics, bei der man sich im Programmieren von Logistikrobotern (greifen, verarbeiten, abladen) misst. Unter dem Namen Solidus bestritt das Team aus Biel, in dieser Disziplin, am Montag die ersten Wettkämpfe. Dabei spielten sie gegen ein Team aus Aachen, das in Montreal den WM-Titel verteidigte. Die Aachener hatten jedoch Probleme, sodass sie das Spielfeld ohne Punkte verlassen mussten und den Bielern Punkte schenkten. Damit haben die Bieler Nerds gute Chancen beim Cup: «Wir rechnen mit einer Top-Platzierung», sagt Student Michael Kiener (23) zu 20 Minuten.

Kickende Roboter

Der RoboCup wurde erstmals 1997 durchgeführt. Und ganz so unterschiedlich sind sich der RoboCup und die Fifa-Weltmeisterschaft dann doch nicht: Denn das ursprüngliche Ziel des RoboCups war, dass es im Jahre 2050 möglich sein sollte, mit einer Mannschaft aus Fussballrobotern gegen den amtierenden Fussball-Weltmeister gewinnen zu können. Dieses Ziel erscheint einem Laien ziemlich weltfremd, doch: «Wenn man sieht, wo sich die Welt im Moment hinbewegt, ist dieses Ziel nicht zu hochgesteckt», sagt Marcel Baumgartner (24), von der Höhere Fachschule für Technik Mittelland. Trotzdem würde noch ein grosser Schritt fehlen, bis dies eines Tages tatsächlich möglich sei.

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