15.10.2019 15:29

Kurioser GerichtsfallBerner darf nur sechs Büsis halten – anstatt 40

40 sind zu viel: Ein Mann aus dem Berner Oberland darf weiterhin nicht mehr als sechs Katzen halten. Das hat das Verwaltungsgericht entschieden.

von
sul
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«Schwerwiegende tierschutzrelevante Mängel» stellte der kantonale Veterinärdienst 2014 in der Wohnung eines Katzenhalters aus dem Berner Oberland fest. (Symbolbild)

«Schwerwiegende tierschutzrelevante Mängel» stellte der kantonale Veterinärdienst 2014 in der Wohnung eines Katzenhalters aus dem Berner Oberland fest. (Symbolbild)

epa/Sedat Suna
40 Katzen wurden daraufhin neu platziert. (Symbolbild)

40 Katzen wurden daraufhin neu platziert. (Symbolbild)

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Im Frühling 2018 erlaubten ihm die Behörden, künftig vier Kater und zwei kastrierte Katzen zu halten. Das war dem Mann aber zu wenig, weshalb er vor das Verwaltungsgericht zog. (Symbolbild)

Im Frühling 2018 erlaubten ihm die Behörden, künftig vier Kater und zwei kastrierte Katzen zu halten. Das war dem Mann aber zu wenig, weshalb er vor das Verwaltungsgericht zog. (Symbolbild)

epa/Sedat Suna

Eine massive Verunreinigung mit Exkrementen, eine mit Ammoniak geschwängerte Luft, ein mangelhafter Nährzustand mancher Tiere und eine unkontrollierte Vermehrung: Ein Berner Oberländer Katzenhalter war mit seiner Katzenschar heillos überfordert. «Schwerwiegende tierschutzrelevante Mängel» stellte der kantonale Veterinärdienst 2014 in der Wohnung des Mannes fest.

Da die Katzen schlecht sozialisiert waren, konnten nicht alle Tiere eingefangen werden, aber immerhin 40. Sie wurden neu platziert. Die Behörden sprachen zudem ein unbefristetes Katzenhalteverbot aus. Trotzdem entdeckten sie in den Folgejahren wiederholt Katzen in der Wohnung des Mannes, in einem Fall auch zwei tote Tiere.

Haltungsbedingungen in neuer Wohnung besser

Zugleich räumte die Behörden ein, dass sich die Haltungsbedingungen nach dem Umzug in eine grössere Wohnung etwas verbessert hätten. Im Frühling 2018 erlaubten sie ihm, künftig vier Kater und zwei kastrierte Katzen zu halten. Das war dem Mann aber zu wenig, weshalb er vor das Verwaltungsgericht zog.

Dort blitzte er nun ab. In seinem Urteil macht das Gericht deutlich, dass seiner Meinung nach vier Katzen ausreichen würden, doch könne man den Entscheid der Vorinstanz nicht nach unten korrigieren.

Ob das letzte Wort in der Angelegenheit gesprochen ist, wird sich weisen. Der Beschwerdeführer kann das Urteil ans Bundesgericht weiterziehen.

(sul/sda)

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