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DelegiertenversammlungBerner FDP nominiert Käser und Astier

Die FDP des Kantons Bern hat am Mittwochabend in Gstaad erwartungsgemäss Polizeidirektor Hans-Jürg Käser und den bernjurassischen Grossrat Sylvain Astier für die Regierungsratswahlen vom März 2010 nominiert.

Mit diesem Tandem will sie den 2006 verloren gegangenen Sitz und die bürgerliche Mehrheit zurückerobern. Astier soll zudem den garantierten Sitz der Bernjurassier zur FDP zurückholen. Diesen besetzt seit den letzten Wahlen der Sozialdemokrat Philippe Perrenoud.

Aus dem Berner Jura werden voraussichtlich fünf Personen um den Sitz aus dem Berner Jura kämpfen; neben Perrenoud und Astier sind dies Patrick Gsteiger (EVP), Marc Früh (EDU) und vermutlich eine Person der Autonomisten, wahrscheinlich Maxime Zuber oder Irma Hirschi.

Zuvor hatten Grossrätin Corinne Schmidhauser, Grossrat Adrian Haas und Grossrat Peter Flück der Geschäftsleitung ihren Verzicht auf eine Kandidatur bekannt gegeben. Die FDP hatte bereits Ende des letzten Jahres entschieden, mit einem Zweierticket in die Regierungswahlen zu steigen.

Bürgerliche Mehrheit zurückerobern

Zudem beschlossen die FDP-Delegierten, auch für die Kandidierenden der SVP und der BDP eine Wahlempfehlung abzugeben, falls diese Parteien auch die FDP-Kandidaturen unterstützen. Listenverbindungen sind indes keine vorgesehen, was die Erfolgschancen des bürgerlichen Lagers zweifelsohne nicht fördern wird.

Mit der Kandidatenkür bei der FDP ist die Ausgangslage für die Wahlen in den Regierungsrat des Kantons Bern in den grossen Zügen bekannt. Die rot-grüne Mehrheit will sich mit dem amtierenden Quartett Barbara Egger, Andreas Rickenbacher, Philippe Perrenoud, alle SP, und dem grünen Erziehungsdirektor Bernhard Pulver zu halten versuchen.

Die SVP steigt mit Justizdirektor Christoph Neuhaus und neu mit Albert Rösti ins Rennen. Die BDP nominierte letzte Woche Parteipräsidentin und Grossrätin Beatrice Simon aus Seedorf.

Als Wahlziel für den Grossen Rat gab Parteipräsident Johannes Matyassy einen Sitzgewinn bekannt. Derzeit hat die FDP 26 Sitze im Kantonsparlament. Zudem soll der Wähleranteil erhöht werden, um einen Beitrag zur Klärung der Situation zu leisten.

Die Mehrheitsverhältnisse müssten sich ändern im Kanton Bern, sonst drohe der Entwicklungsstillstand: «Das können und wollen wir uns nicht leisten.»

Für die eidgenössischen Vorlagen vom 27. September beschlossen die bernischen Freisinnigen sowohl für die befristete Zusatzfinanzierung der IV wie für den Verzicht auf die Einführung der allgemeinen Volksinitiative die Ja-Parole. (sda)

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