Silvester 2015: Berner feiern bunt oder wie in Hollywood

Aktualisiert

Silvester 2015Berner feiern bunt oder wie in Hollywood

Ins neue Jahr tanzen wie ein Filmstar, Gewürze testen oder an einer Party abtanzen: Das Angebot an ausgefallenen Feiern ist riesig.

von
Sonja Mühlemann
Bereits im vergangenen Jahr rutschten viele Berner in den Vidmarhallen ins neue Jahr.

Bereits im vergangenen Jahr rutschten viele Berner in den Vidmarhallen ins neue Jahr.

Kein Anbieter/Eve Kohler

Die Berner haben an Silvester 2015 die Qual der Wahl: Die Veranstalter überbieten sich mit verlockenden Silvesterfeiern.

Glamourös wie in Hollywood kann man im Hotel Schweizerhof ins neue Jahr starten: Das Fünf-Sterne-Hotel lädt unter dem Motto «Bern meets Hollywood» zum grossen Film-Ball. Im Schweizerhof logierten bereits Filmgrössen wie Elizabeth Taylor, Grace Kelly oder Roger Moore. Den Gästen wird ein 4-Gang-Galadiner serviert und Burlesque-Tänzerin Roxy Diamond soll eine eindrucksvolle Show bieten. Zudem wird das tauglichste Outfit für den roten Teppich prämiert. Die Ballkarte gibt es für 280 Franken. Die günstigere und «gefährlichere» Lizenz zum Feiern gibts im Club Du Théâtre: Die Party steht ganz im Zeichen von «007» James Bond. Den Eintritt zur Sause «mit Anzug und Martini» gibt es für 35 Franken.

Feine Gewürze, bunte Party und Latino-Rhythmen

Silvester für die Sinne kann man im Tropenhaus Frutigen erleben: Gewürzdüfte von Kardamom, Ingwer, Kurkuma und Pfeffer betören Nase und Gaumen. «Alle Gewürze stammen aus unserem eigenen Tropengarten», sagt Sprecherin Eliane Wanner. Verkostet werden die Gewürze in einem 6-Gang-Dinner, welches die Gäste unter Palmen im Tropengarten bei sommerlichen Temperaturen geniessen können. Winterlich wird es dann um Punkt Mitternacht: Bei einem Glas Champagner kann man draussen bei einem Feuerwerk ins Jahr 2016 starten. Der Abend kostet 150 Franken.

Heiss und vor allem bunt wird es im Berner Bierhübeli: Die Veranstalter versprechen einen «farbig-freakigen Dance-Floor» nach dem Motto «Das Bunte kommt zum Schluss». «Das Highlight wird sicher der Moment nach dem Countdown sein, wenn sich die Partygäste in den Armen liegen. Dann kriege ich immer Gänsehaut», sagt Projektleiterin Thanée Frauchiger. Auch im Hübeli geht es um den richtigen Look: Wer bunt gekleidet kommt, erhält einen Getränkegutschein.

Latino-Sound oder Theaterstück mit Elektro-Dusche

Spielerisch ins neue Jahr starten ist das Motto in den Vidmarhallen: Unter dem Motto «D'Party bin ig» wird das Bühnenstück zu Pedro Lenz' Buch «Der Goalie bin ig» gezeigt. «Die Gäste werden beim Eingang bereits Teil der Inszenierung», sagt Mit-Organisator Jonathan Loosli. Um 23 Uhr wird dann die Party (Eintritt: 40 Fr.) im «Stade de Vidmar» angepfiffen – vergnügen kann man sich bei Töggelichaschte und Torwandschiessen. Es gibt einen Physio-Bereich, einen Essens-Corner und man kann sich als Goalie verkleidet fotografieren lassen. In der «Fanzone» gibt es eine Elektro-Dusche durch verschiedene Berner DJs. «Es soll Festivalstimmug aufkommen. Die Gäste können sich in unterschiedlichen Bereichen frei bewegen», so Loosli weiter.

Mehrere hundert Leute werden auch an der Big-Bang-Silvesterparty auf dem Gelände von Bern Expo abtanzen. Die Macher versprechen die «grösste Silvesterparty der Schweiz». Auftreten werden etwa der Latino-Überflieger Alvaro Soler, für den Sound sorgt Mr. Da-Nos. Mitfeiern können alle ab 16 Jahren, geboten wird eine Mischung aus Hip-Hop, House, Latino und Charts. Den Eintritt gibt es im Vorverkauf für 54.95 Franken.

Feuerschrift wird abgebrannt

Die Stadt Thun will die Silvesterparty auf dem Rathausplatz mit einem festlichen Element ergänzen: Pünktlich um Mitternacht wird eine Feuerschrift gezündet. Der Thuner Rathausplatz ist ein traditioneller Treffpunkt, um den Jahreswechsel zu begehen. Am kommenden Silvester macht auch die Stadt Thun mit, indem sie vor dem Rathaus eine Feuerschrift abbrennt. Der Neujahrsgruss wird an einem stehenden Gitter von rund acht Metern Länge und drei Metern Höhe angebracht. Das Spektakel dauert etwa zwölf Minuten.

Zum Schutz der historischen Bausubstanz sind Feuerwerke in der Altstadt grundsätzlich untersagt, wie die Stadt Thun in einem Communiqué vom Montag einräumt. Für das Abbrennen der Feuerschrift habe das Polizeiinspektorat aber eine Bewilligung erteilt. Um die Sicherheit kümmere sich die Hamberger Swiss Pyrotechnics AG. sda

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