Unwetter der letzten Wochen - Berner Gebäudeversicherung rechnet mit Schäden von 110 Millionen
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Unwetter der letzten WochenBerner Gebäudeversicherung rechnet mit Schäden von 110 Millionen

Die Gebäudeversicherung Bern geht nach den Unwettern der letzten Wochen von einer Gesamtschadenssumme von 110 Millionen Franken aus. Das sei weniger als befürchtet.

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Mitte Juli kam es in weiten Teilen der Schweiz zu Hochwasser und Überschwemmungen. 

Mitte Juli kam es in weiten Teilen der Schweiz zu Hochwasser und Überschwemmungen.

20min/Simon Glauser
Auch in den nächsten Wochen werden die Einsatzkräfte noch mit den Folgen der Unwetter beschäftigt sein.

Auch in den nächsten Wochen werden die Einsatzkräfte noch mit den Folgen der Unwetter beschäftigt sein.

20min/Simon Glauser
Über 17’000 Schadensmeldungen sind in den letzten sechs Wochen bei der Gebäudeversicherung Bern eingegangen.

Über 17’000 Schadensmeldungen sind in den letzten sechs Wochen bei der Gebäudeversicherung Bern eingegangen.

20min/Simon Glauser

Darum gehts

  • Im Hinblick auf die Unwetter der letzten Wochen geht die Berner Gebäudeversicherung (GVB) von einer Gesamtschadenssumme von 110 Millionen Franken aus.

  • Die Wasserschäden seien weniger hoch als befürchtet ausgefallen, schreibt die GVB.

  • Zu verdanken sei dies den vielen Vorkehrungen, die nach den Hochwassern 2005 und 2007 getroffen worden seien.

Über 17’000 Schadensmeldungen gingen in den letzten sechs Wochen bei der Gebäudeversicherung Bern (GVB) und ihrer Tochtergesellschaft GVB Privatversicherungen AG ein. Erwartet werden bis zu 20’000 Fälle und eine Gesamtschadenssumme von 110 Millionen Franken, wie die GVB in einer Mitteilung schreibt. Im Juni hatten vor allem Blitze, Hagel, Stürme und Erdrutsche für Zerstörungen (geschätzte Schadenssumme 45 Mio. Franken) gesorgt, im Juli waren es vor allem Hochwasser und Überschwemmungen (geschätzte Schadenssumme 65 Mio. Franken).

Dank vieler Vorkehrungen, die nach den Hochwasserereignissen in den Jahren 2005 und 2007 getroffen wurden, seien die Wasserschäden diesmal weniger hoch als befürchtet ausgefallen. «Wir gehen davon aus, dass die präventiv ergriffenen Massnahmen, Hochwasserschäden in Höhe von rund 35 Mio. Franken verhindert haben», lässt sich Stefan Dürig, Vorsitzender der Geschäftsleitung der GVB, zitieren.

Verlagerung der Infrastruktur und Wasserbaumassnahmen

So hätten Hauseigentümerinnen und -eigentümer, die in der Nähe von Gewässern wohnen, ihre technische Infrastruktur im Erdgeschoss statt im Keller installieren lassen oder Pumpen und Rückstauklappen eingebaut. Kantons und Gemeinden hätten in Wasserbaumassnahmen, wie die Entlastungsstollen in Thun und Lyss, investiert. Zudem seien ausgeklügelte Regulierungsgrundlagen erarbeitet worden, die den unterschiedlichen Szenarien, allen voran den Extremsituationen, Rechnung tragen würden.

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(sul)

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