Berner Tierschützerin findet sieben verlassene Welpen und sucht nun ein Zuhause

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In Griechenland entdecktBerner Hundemutter sucht Hilfe für verlassene Hündin mit sieben Welpen

Eine Tierschützerin hat auf einem Campingplatz in Griechenland eine verlassene Hündin mit sieben Welpen entdeckt. Nun sucht sie für die Tiere ein neues Zuhause in der Schweiz.

von
Mara Wehofsky
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«Wir haben sie gefüttert und ihr Wasser gegeben, und dann hat sie mir signalisiert, dass ich ihr folgen soll», sagt Tierschützerin Kirsten Kiener.

«Wir haben sie gefüttert und ihr Wasser gegeben, und dann hat sie mir signalisiert, dass ich ihr folgen soll», sagt Tierschützerin Kirsten Kiener.

Kirsten Kiener
Die Hündin führte Kiener zu einem Caravan, unter dem Kiener sieben Welpen entdeckte: «Ihre Augen und Ohren waren noch geschlossen, sie konnten nur ein paar Tage alt gewesen sein.»

Die Hündin führte Kiener zu einem Caravan, unter dem Kiener sieben Welpen entdeckte: «Ihre Augen und Ohren waren noch geschlossen, sie konnten nur ein paar Tage alt gewesen sein.»

Kirsten Kiener
«Die Mutter, Karina, ist eine extrem süsse, liebe Mami, die sehr menschenaffin ist. Sie wird von der ganzen Klinik geliebt.» 

«Die Mutter, Karina, ist eine extrem süsse, liebe Mami, die sehr menschenaffin ist. Sie wird von der ganzen Klinik geliebt.» 

Kirsten Kiener

Darum gehts

  • Eine Berner Tierschützerin hat in Griechenland eine Hündin und ihre sieben Welpen aufgefunden.

  • Leider könne kein umliegendes Tierheim die Familie mehr aufnehmen, deswegen möchte Kiener sie in die Schweiz vermitteln.

  • Nun werden rund 2700 Franken zusätzlich für die Pflege, Impfungen, Chips, EU-Impfausweise und den Transport in die Schweiz benötigt.

  • Die Tierschützerin sucht zudem ein neues Zuhause für die Welpen und die Mutter.

Kirsten Kiener, Berner Tierschützerin und Hundevermittlerin, war kürzlich privat in Griechenland unterwegs, als an einem Morgen an einem verlassenen Strand eine abgemagerte Hündin mit prallen Zitzen auf sie zukam. «Wir haben sie gefüttert und ihr Wasser gegeben, und dann hat sie mir signalisiert, dass ich ihr folgen soll», sagt Kiener zu 20 Minuten. «Ich fand das aussergewöhnlich, sie ist ein paar Schritte gegangen und hat sich dann wartend hingelegt, bis ich ihr gefolgt bin.»

Die Hündin führte Kiener zu einem Caravan, unter Letztere sieben Welpen entdeckte: «Ihre Augen und Ohren waren noch geschlossen, sie konnten nur ein paar Tage alt gewesen sein», erklärt sie. Sie seien wohl nach Ende der Saison auf einem Campingplatz geblieben. Als Tierschützerin habe sie sich den Tieren annehmen müssen, «da konnte ich nicht einfach wegschauen». Sie kümmerte sich um die Welpen und stiess über Facebook auf die Tierklinik eines Tierärztepaares in der Nähe, die die Hunde-Familie temporär bei sich aufnahm und aufpäppelte. 

«Hündin Karina wird von der ganzen Klinik geliebt»

Kiener übernimmt mit der Unterstützung von Freunden die Kosten für den ersten Monat in der Klinik und sucht nun nach neuen Familien für die Tiere. Schon vor ein paar Monaten konnte die Tierschützerin mit Hilfe von 20 Minuten ein neues Zuhause für den rumänischen Strassenhund Robi finden.

«Die Mutter, Karina, ist eine extrem süsse, liebe Mami, die sehr menschenaffin ist. Sie wird von der ganzen Klinik geliebt», sagt Kiener und lacht. Leider könne kein umliegendes Tierheim die Familie mehr aufnehmen, deswegen möchte Kiener sie in die Schweiz vermitteln. Zuerst benötige sie Geld für die Pflege der Tiere, bevor sie ausreisen könnten. «Alle werden entwurmt, geimpft, getestet und gechipt», dann suche Kiener nach Familien oder Tierliebhaberinnen und Tierliebhaber, die gerne einem Welpen oder der Mutter ein neues Zuhause schenken würden. Rund 2700 Franken werden zusätzlich für die Pflege, Impfungen, Chips, EU-Impfausweise und den Transport in die Schweiz benötigt.

Sirius, Yukiko, Taina, Balou, Athina, Wapi und Pitti, so heissen die Welpen, seien kerngesund, abgesehen von einer Anämie der Mutter. «Das Tierärztinnenpaar kümmert sich einfach grossartig um sie, es fehlt ihnen an nichts», sagt Kiener. Sie betont: «Ich bin froh, dass alle lange Schwänze haben, die Einfuhr coupierter Tiere ist in der Schweiz verboten.» Wenn die Mutter bereit ist, wird sie noch vor der Ausreise kastriert, daneben wurde sie auf Mittelmeer-Erkrankungen getestet. 

«Wer eins der Welpen aufnimmt, rettet ein Tier mit den besten Voraussetzungen»

«Wer einen der Welpen aufnimmt, rettet ein Tier mit den besten Voraussetzungen», sagt Kiener. Da die Welpen kurz nach der Geburt gefunden und getestet wurden, sei die Wahrscheinlichkeit für Erkrankungen gering. 

Willst du einem der Welpen oder der Hündin helfen, ein neues, glückliches Leben zu beginnen? Oder möchtest du sie mit einer Spende in den kommenden Wochen unterstützen? Dann melde dich unter karina-welpen-griechenland@gmx.ch.

Du weisst von einem Tier in Not?

Hier findest du Hilfe:

Feuerwehr, Tel. 118 (Tierrettung)

Polizei, Tel. 117 (bei Wildtieren)

Tierrettungsdienst, Tel. 044 211 22 22 (bei Notfällen)

Schweizerische Tiermeldezentrale, wenn ein Tier entlaufen/zugelaufen ist

Stiftung für das Tier im Recht, für rechtliche Fragen

GTRD, Grosstier-Rettungsdienst, Tel.  079 700 70 70 (Notruf)

Schweizerische Vogelwarte Sempach, für Fragen zu Wildvögeln, Tel. 041 462 97 00


Tierquälerei:

Meldung beim kantonalen Veterinäramt oder beim Schweizer Tierschutz (anonym möglich)

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