Schriftlicher Impftermin - Berner Impf-Brief wurde fälschlicherweise als Aprilscherz abgetan
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Schriftlicher ImpfterminBerner Impf-Brief wurde fälschlicherweise als Aprilscherz abgetan

Die Gesundheitsdirektion meinte es nur gut: Mit einem Brief sollen Nicht-Geimpften der Gruppe A ein Impfangebot erhalten. Der Brief wurde aber am 1. April verschickt – und wurde darum nicht erst genommen.

von
Christian Holzer
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Am 1. April ging ein Brief der Berner Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion (GSI) raus. 

Am 1. April ging ein Brief der Berner Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion (GSI) raus.

20min/Simon Glauser
Personen der Impfgruppe A, die laut System noch nicht geimpft waren, erhielten darin einen Impftermin angeboten.

Personen der Impfgruppe A, die laut System noch nicht geimpft waren, erhielten darin einen Impftermin angeboten.

Christopher Neundorf/dpa
Wegen des Datums trauten einige Empfänger dem Schreiben nicht.

Wegen des Datums trauten einige Empfänger dem Schreiben nicht.

20min/Simon Glauser

Darum gehts

  • Per Brief wurde Personen der Gruppe A ein Impftermin angeboten.

  • Weil dieser jedoch am 1. April verschickt wurde, glaubten einige an einen Aprilscherz.

  • Der Kanton sah sich nun gezwungen, die Seriosität der Aktion zu betonen.

Am Donnerstag 1. April verschickte die Berner Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion (GSI) Briefe an Personen der Impfgruppe A (75 Jahre und älter). Darin wurde erläutert, dass Personen die sich telefonisch für eine Impfung registriert und bisher noch keinen Termin erhalten hätten, vom Kanton schriftlich einen Impftermin angeboten bekämen. Weil der Brief jedoch am 1. April auf der Post landete, zeigten sich viele Empfängerinnen und Empfänger skeptisch: «Einige Personen haben den Eindruck erhalten, bei diesem Brief handle es sich um einen Aprilscherz», so GSI-Sprecher Gundekar Giebel. Entsprechend hätten sich Personen beim GSI nach der Echtheit des Briefes erkundigt. «Erschwerend kam hinzu, dass den Brief teilweise Personen erhalten haben, die bereits geimpft waren.» Dies etwa, weil sie sich doppelt im System angemeldet hatten.

Giebel versichert: «Die Briefaktion ist vollkommen ernst gemeint und seriös.» Die GSI verfolge damit das Ziel, die Gruppe A fertig impfen zu können. Einige Impfzentren bieten diese Termine im laufenden Betrieb an, andere führen sie an einem speziellen Tag durch.

Termin kann auch ignoriert werden

Wer einen solchen Impftermin per Brief erhalten hat und diesen wahrnehmen will, braucht nichts weiter zu tun, als zum entsprechenden Zeitpunkt im Impfzentrum zu erscheinen. Wer in der Zwischenzeit bereits einen Termin erhalten hat, solle den brieflich mitgeteilten Termin ignorieren: «Sie müssen den im Brief vorgeschlagenen Termin nicht absagen», führt Giebel aus. Wem der briefliche Termin nicht passt, darauf aber angewiesen ist, könne über die Hotline-Nummer 031 636 88 00 oder über VacMe neue Termine vereinbart werden.

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