«Zigeuner»-Inserat: Berner JSVP-Präsidenten zum zweiten Mal verurteilt
Publiziert

«Zigeuner»-InseratBerner JSVP-Präsidenten zum zweiten Mal verurteilt

Das Berner Obergericht hat das Urteil gegen die Vorsteher der Berner JSVP bestätigt: Adrian Spahr und Nils Fiechter wurden erneut verurteilt.

von
cho
1 / 9
Adrian Spahr, der 25-jährige Co-Präsident der Jungen SVP Bern, mussten erneut vor dem Richter antraben.

Adrian Spahr, der 25-jährige Co-Präsident der Jungen SVP Bern, mussten erneut vor dem Richter antraben.

Facebook
Das Regionalgericht Bern-Seeland verurteilte Spahr und den zweiten Co-Präsidenten Nils Fiechter am 14. Januar 2019 wegen Rassendiskriminierung. Grund war ein Cartoon, den die Junge SVP Bern im Frühling 2018 auf Facebook gepostet hatte.

Das Regionalgericht Bern-Seeland verurteilte Spahr und den zweiten Co-Präsidenten Nils Fiechter am 14. Januar 2019 wegen Rassendiskriminierung. Grund war ein Cartoon, den die Junge SVP Bern im Frühling 2018 auf Facebook gepostet hatte.

Facebook
Dieses Sujet wertete das Regionalgericht als Verstoss gegen die Rassismus-Stafnorm und belegte die Chefs der Jungen SVP Bern mit bedingten Geldstrafen von je 30 Tagessätzen. Die Jungpolitiker kündigten am 15. Januar an, in Berufung zu gehen.

Dieses Sujet wertete das Regionalgericht als Verstoss gegen die Rassismus-Stafnorm und belegte die Chefs der Jungen SVP Bern mit bedingten Geldstrafen von je 30 Tagessätzen. Die Jungpolitiker kündigten am 15. Januar an, in Berufung zu gehen.

Facebook

Nach dem Regionalgericht Bern-Mittelland hat auch das bernische Obergericht die Co-Präsidenten der Jungen SVP Kanton Bern wegen Rassendiskriminierung verurteilt. Die zweite Instanz sprach am Freitag – wie die erste Instanz – bedingte Geldstrafen aus. Nils Fiechter und Adrian Spahr wurden zu Geldstrafen von je 30 Tagessätzen zu 160 respektive 120 Franken verurteilt, was 4800 respektive 3600 Franken ausmacht.

Der Prozess drehte sich um ein Plakat, das Fiechter und Spahr im Februar 2018 auf der Facebook-Seite der JSVP Kanton Bern veröffentlichten. Darauf ist die Rede von Millionenkosten für den Bau und Unterhalt von Transitplätzen «für ausländische Zigeuner». Solche Plätze würden gegen den Willen der Bevölkerung gebaut.

Die Zeichnung auf dem Plakat zeigt einen Schweizer in Sennentracht, der sich vor einem Abfallhaufen einer Wohnwagensiedlung die Nase zuhält. Im Hintergrund verrichtet ein Wohnwagenbewohner gerade seine Notdurft.

(cho/sda)

Deine Meinung