Aktualisiert 10.06.2009 20:21

WirtschaftskriseBerner Jungparteien auf Spendenfang

In den Kassen vieler Berner Jungparteien herrscht Ebbe. Um die Konten zu füllen, setzen sie auf Müll und Muskelkraft.

von
Nina Jecker

«Es wird immer schwieriger, an Geld zu kommen», sagt Marc Schwab von der Jungen CVP Bern. Besonders seit der Wirtschaftskrise sieht es auf den Konten der Jungparteien düster aus. «Die Mittel sind sehr knapp», bestätigt auch Tanja Walliser von den Juso Bern. Vor Wahlen und Ab­stimmungen reiche das Geld hinten und vorne nicht. «Wir gehen deshalb ab Juli gezielt auf Spendenfang», so Walliser.

Auch die Junge SVP des Kantons gibt Gas und rennt dem Geld regelrecht hinterher: Kommenden Samstag organisiert die Jungpartei einen Sponsorenlauf in Kallnach. Parteipräsident Erich Hess trainiert bereits fleissig, gibt aber zu: «Ich bin nicht der Schnellste.» Ausserdem sollen Spender künftig direkt im Internet per Kreditkarte einzahlen können.

Die Jungen Alternativen machen sogar Müll zu Geld. Sie führen diesen Sommer ein Sponsorenmüllsammeln im Wald durch. Die Sponsoren zahlen einen festgelegten ­Betrag pro Kilo gesammelten Abfall. «Ausserdem haben wir am Reitschule-Flohmarkt einen Stand», so Parteimitglied Rahel Ruch.

Die Jungfreisinnigen haben ihr Finanzloch bereits mit Flüssigem gestopft. Am Wochenende haben sie am Unifest eine Bar betrieben.

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