Elektronische Beweissicherung : Berner Kantonspolizei führt definitiv Bodycams ein 

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Elektronische Beweissicherung Berner Kantonspolizei führt definitiv Bodycams ein 

Seit August 2021 führte die Kapo Bern einen Pilotversuch mit Beweissicherungskameras durch. Nun werden diese in den ordentlichen Betrieb überführt. 

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Solche Bodycams setzte die Kapo Bern seit August 2021 im Rahmen eines Pilotversuchs ein.

Solche Bodycams setzte die Kapo Bern seit August 2021 im Rahmen eines Pilotversuchs ein.

Kapo Bern
32 Beweissicherungskameras wurden dafür angeschafft.

32 Beweissicherungskameras wurden dafür angeschafft.

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Nun werden sie in den ordentlichen Betrieb aufgenommen. 

Nun werden sie in den ordentlichen Betrieb aufgenommen. 

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Die Berner Polizei startete im vergangenen August einen Pilotversuch mit Bodycams. Die Erfahrungen waren offenbar zufriedenstellend: Die Kapo hat entschieden, den Einsatz der Beweissicherungskameras in unveränderter Form in den ordentlichen Betrieb zu überführen, wie sie am Mittwoch mitteilte. Die 32 beschafften Kameras werden demnach weiterhin von den uniformierten Angestellten im ganzen Kanton getragen. Laut Mitteilung werden sie «insbesondere dort eingesetzt, wo die Gefahr der Begehung von Straftaten erhöht ist». Zudem könnten sie künftig auch bei Ordnungsdiensteinsätzen zum Einsatz kommen.

Wie die Polizei weiter schreibt, sollen allfällige Aufnahmen die Dokumentation von Straftaten unterstützen. «Bildmaterial stellt in diesem Zusammenhang ein Teilelement der Ermittlungen dar.» So setze die Kantonspolizei Bern im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen bereits seit Jahren Kameras zur Beweissicherung ein. Der Zweck der Beweissicherungskameras sei demnach nicht neu, wohl aber das Tragen der Kameras am Körper, das den Polizistinnen und Polizisten mehr Bewegungsfreiheit erlaube. 

Wann dürfen Bodycams eingesetzt werden?

Der gesetzliche Rahmen sieht vor, dass die Beweissicherungskameras dann eingeschaltet werden können, wenn eine Straftat unmittelbar bevorsteht oder bereits begangen worden ist. Das bedeutet, dass die Kameras nicht permanent und systematisch eingeschaltet sind, sondern nur dann, wenn die genannten Voraussetzungen gegeben sind. «Präventive Einsätze, also namentlich solche zur Verhinderung von Straftaten, sind folglich nicht Teil des Anwendungsbereichs dieser am Körper getragenen Kameras», schreibt die Berner Kantonspolizei.

Der oder die jeweilige Vorgesetzte bestimmt, welcher Mitarbeiter oder welche Mitarbeiterin das Bildmaterial der Beweissicherungskamera auswertet. Der Entscheid, ob allfälliges Bildmaterial in einem Verfahren verwendet wird, obliegt immer der zuständigen Staatsanwaltschaft.

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(sul)

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