Aktualisiert 30.06.2009 11:11

AbbaupläneBerner klammern sich an TGV

Die Kantone Bern und Neuenburg wehren sich gemeinsam gegen den geplanten Abbau auf der TGV-Linie Bern-Paris. Die Betreiberin hatte Anfang Mai die Streichung einer der beiden täglichen Verbindungen bekannt gegeben.

Die von der Betreibergesellschaft TGV Lyria und der SBB geltend gemachten wirtschaftlichen Gründe seien nicht zwingend, betonten Vertreter beider Kantone am Dienstag vor den Medien in Bern. Der Ast Bern-Paris sei insgesamt nicht defizitär.

Ein Angebotsabbau widerspreche zudem der Strategie des Bundes. Dieser wolle nämlich gezielt den internationalen Schienenverkehr fördern und die dafür nötige Infrastruktur ausbauen, betonten die bernische Verkehrsdirektorin Barbara Egger-Jenzer und der Neuenburger Staatsrat Claude Nicati.

Mit dem Angebotsabbau werde eine verhängnisvolle Abwärtsspirale in Gang gesetzt. Mit jeder gestrichenen Verbindung sinke auch die Nachfrage.

Ab Dezember verkehrt ab Bern nur noch ein TGV-Zugpaar nach Paris. Das zweite Zugpaar strich die Betreibergesellschaft TGV Lyria wegen mangelnder Nachfrage. Die rückläufigen Passagierzahlen waren nach der Inbetriebnahme der Verbindung über Basel erwartet worden. Das Angebot auf der Strecke Basel-Paris wird ausgebaut.

(sda)

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