Aktualisiert 13.07.2008 20:10

Tierwelt

Berner lassen ihre Katzen chippen – Tierretter freuts

Bereits über 2000 Berner Katzenbesitzer haben 2008 ihr Büsi chippen lassen. Das sind noch zu wenig, finden Experten – denn Chips können Leben retten.

von
Nina Jecker

Immer mehr Katzenbesitzer lassen ihrem Büsi einen Chip einsetzen. Seit Jahresanfang sind im Kanton Bern 2204 Katzen gechippt worden – das sind bereits mehr als im ganzen Jahr 2007.

Den Grund für den Boom kennt Denise Delley von der schweizerischen Datenbank Animal Identity Service, wo die Tiere registriert werden: «85 Prozent der vermissten Haustiere in der Schweiz sind Katzen», erklärt sie. «Mit dem Chip wollen die Halter sicherstellen, dass man ihre vermissten Lieblinge überall klar identifizieren kann.»

Der neue Trend beschert den Berner Tierärzten zurzeit volle Terminkalender: «Wir chippen so viele Tiere wie noch nie», sagt etwa Beat Bigler von der Kleintier­praxis Laupeneck.

Den Berner Tier-Sanitätern kommt das auch sehr gelegen. «Das Kennzeichnen der Katzen erleichtert meine Arbeit enorm», meint Lucio Palmieri von der Berner Tierambulanz. Denn gerade bei verletzt aufgefundenen Katzen sei das Ausfindigmachen der Halter oft überlebenswichtig. Nicht identi­fizierte Tiere müssten häufig eingeschläfert werden, weil niemand die Operationskosten bezahlt.

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