15.09.2020 02:49

Wenig Zuschauer und MaskenpflichtBerner Lichtspektakel kann unter strengen Auflagen stattfinden

Die gute Nachricht: Trotz Covid-19 wird die Lichtshow «Rendez-vous Bundesplatz» gezeigt. Die Schlechte: Nur ein Fünftel der üblichen Zuschauer kommt in den Genuss davon. Auch werden spontane Besuche nicht möglich sein.

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2020 dreht sich beim «Rendez-vous Bundesplatz» alles um Hoffnung und Nachhaltigkeit.

2020 dreht sich beim «Rendez-vous Bundesplatz» alles um Hoffnung und Nachhaltigkeit.

Foto: zvg
Ein Schiff namens «Planet Hope» soll bei der Lichtshow jeweils in See stechen.

Ein Schiff namens «Planet Hope» soll bei der Lichtshow jeweils in See stechen.

Foto: zvg
Das Spektakel soll die Welt, die Umwelt und ihre drohende Zerstörung thematisieren.

Das Spektakel soll die Welt, die Umwelt und ihre drohende Zerstörung thematisieren.

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Lange war unklar, ob heuer das beliebte Lichtspektakel auf dem Bundesplatz stattfinden können wird. Brigitte Roux, Produzentin und Veranstalterin des «Rendez-vous Bundesplatz», und ihr Team haben sich dennoch seit Januar 2020 darauf vorbereitet. Vor einigen Tagen hat die Stadt Bern grünes Licht gegeben: Trotz der Corona-Pandemie kann die Lichtshow stattfinden. «Ich bin sehr erleichtert und freue mich riesig», so Roux. Die Ungewissheit während der Planungszeit sei sehr belastend gewesen: «Ich hatte schlaflose Nächte.» Sie habe lange Zeit grosse Zweifel an der Durchführungsmöglichkeit gehabt. «Als die Showdaten näher rückten und die Corona-Zahlen nicht sanken, verlor ich die Zuversicht.» Umso grösser sei jetzt die Vorfreude.

Mehr Vorstellungen, weniger Zuschauer

Das Lichtspektakel verzeichnete jeweils eine halbe Million Zuschauerinnen und Zuschauer pro Jahr. Heuer wird dem nicht so sein. Maximal 117’000 Personen werden laut Roux in den Genuss der Vorstellung kommen können. Denn nur mit einem strengen Schutzkonzept darf der Anlass über die Bühne gehen. Der Bundesplatz wird deshalb in drei Sektoren für je 300 Personen aufgeteilt werden. Pro Vorstellung können somit maximal 900 Personen anwesend sein. «So wird der Bundesplatz bloss locker gefüllt sein, und es kann der nötige Sicherheitsabstand gewährleistet werden», erklärt Reto Nause, Gemeinderat und Sicherheitsdirektor der Stadt Bern.

2019 drehte sich alles um das Jubiläum der Mondlandung. Die Vorstellung im Timelapse.

Video: sul

Zwingende Schutzmassnahmen

Während der Vorstellung wird zudem eine Maskenpflicht herrschen. Zusätzlich kommt ein Tracing-System zum Einsatz, Besucherinnen und Besucher werden mittels QR-Code erfasst. Die Show kann somit nicht spontan besucht werden, es braucht im Vorfeld eine Anmeldung.

Obschon die Zuschauerzahl auf rund ein Fünftel reduziert werden musste, finden dieses Jahr doppelt so viele Aufführungen statt: «Wir erwarten einen grossen Zuschaueransturm», so Brigitte Roux. Deshalb würden pro Abend neuerdings drei bis vier Shows gespielt werden. Das halbstündige und kostenlose Spektakel ist ab dem 16. Oktober jeden Tag um 19 Uhr, 19.45 Uhr und 20.30 Uhr zu sehen. Donnerstags, freitags und samstags zusätzlich um 21.15 Uhr. Die letzte Vorführung findet am 21. November statt.

2018 verzauberte der Kleine Prinz die Zuschaue beim «Rendez-vous Bundesplatz».

Thema «Planet Hope»

Das Thema des diesjährigen Lichtspektakels ist seit mehr als vier Jahren gesetzt: die Welt, die Umwelt und ihre drohende Zerstörung. Dem setzen die Organisatoren die Kraft der Hoffnung entgegen, und so lautet der Titel der Show «Planet Hope». «Dabei geht es vor allem um die nachhaltige Entwicklung der Stadt und der Welt», erklärt Jacques Ducrest, Delegierter des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA). «Es handelt sich somit um ein Kulturprojekt, welches gleichzeitig einen wichtigen Inhalt vermittelt und zum Nachdenken anregen soll.»

Auch für Weihnachtsmärkte stehen Chancen gut

«Das Lichtspektakel ist für mich stets ein Zeichen der Hoffnung und der Freude», sagt Gemeinderat Reto Nause. Für ihn sei es zudem das Sinnbild einer hoffnungsvollen Zukunft. Die Lichtshow auf dem Bundesplatz sei womöglich bloss der Startschuss in einen Winter mit bewilligten Grossveranstaltungen in Bern. Die Chancen stünden gut, dass dieses Jahr auch alle drei Weihnachtsmärkte in Bern stattfinden könnten. «Weil alle Weihnachtsmärkte klare Ein- und Ausgänge aufweisen, kann der Zustrom an Menschen gut reguliert werden», erklärt Nause. Dieser Vorteil deute auf eine mögliche Durchführung der diesjährigen Weihnachtsmärkte hin. «Die Stadt Bern und ich sind der klaren Überzeugung, dass wir die Weihnachtsmärkte durchführen wollen und können.» Eine definitive Entscheidung sei jedoch noch nicht möglich.

(lah/sda)

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7 Kommentare
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kiki

15.09.2020, 05:04

Das Lichtspektakel ist leider nicht mehr so toll wie das erste Spektakel. Die letzten Vorstellungen waren mehr Projektionen auf das Gebäude. Mir fehlte da die Einbindung des Gebäudes, der Struktur. Es wird halt nicht immer alles besser. :-)

masche

15.09.2020, 04:07

Ich freue mich sehr auf die Veranstaltung. Es war immer ein Genuss zum zuschauen.

Nber

15.09.2020, 04:03

Weltweites Totalversagen: Studie bestätigt völlige Wirkungslosigkeit aller Corona-Maßnahmen. Die umfangreiche Metastudie des National Bureau of Economic Research (NBER), eine der interdisziplinären Top-Forschungseinrichtungen der USA, bestätigt in aller Schonungslosigkeit: Weder Lockdowns noch Maskenzwang hatten einen Einfluss auf den Verlauf von Covid-19. Die Wissenschaftler analysierten alle nicht-pharmazeutischen Corona-Maßnahmen und ihre Auswirkung auf die Zahl der Todesfälle, und gelangten zu dem Schluss: Die Corona-Todesrate sank unabhängig von den ergriffenen Maßnahmen, und zwar in allen untersuchten Ländern. Weder Ausgangssperren, Reisebeschränkungen, Quarantänemaßnahmen noch die Maskenpflicht – nichts von alldem hat den Verlauf der Coronavirus-Entwicklung beeinflusst. Auch das CDC hat in den USA bekannt gegeben, dass von den rund 145.000 dortigen Corona-Toten nur höchstens sechs Prozent seit Beginn der Pandemie tatsächlich nachweislich-kausal an Covid verstorben waren.