Aktualisiert 28.04.2013 18:40

Ab an die BarBerner Lokale animieren zum «Seitensprung»

Ungewöhliches Projekt: Berner Bars schicken ihre Stammkunden zur Konkurrenz, um neue Kunden zu gewinnen. GastroBern ist von der Idee begeistert.

von
Sarah Forrer
Bar-Seitensprung per Smartphone: Tobias Roder vom Wartsaal zeigt die «Poinz»-App.

Bar-Seitensprung per Smartphone: Tobias Roder vom Wartsaal zeigt die «Poinz»-App.

Wer ab heute im Parterre, im Volver oder im Wartsaal ein Bier trinkt, hält am besten sein Handy bereit. Sie gehören zu den zwölf Berner Bars, die gemeinsam eine Stempelkarte anbieten – und zwar auch als «Poinz»-App auf dem Handy. Die Idee ist einfach: Wer in allen Beizen einen Onlinecode oder einen Stempel gesammelt hat, erhält ein Getränk gratis und alle weiteren zum halben Preis.

Idee aus Neuseeland

Die Idee schnappte To­bias Roder vom Wartsaal in einem Blog auf – von der anderen Seite des Erdballs. «Das Konzept stammt aus Neuseeland», so Roder. Das ist nun neun Monate her. Seither hat Roder für seine Idee geweibelt, Mitstreiter und den passenden Namen gesucht. Und gefunden: Seitensprung. «Wir wollten einen Namen, der neugierig macht», so Roder. Insgesamt steckten die Beizen rund 8000 Franken und unzählige Arbeitsstunden ins Projekt. «Wir erhoffen uns natürlich mehr Gäste», so Roder. Ein schöner Nebeneffekt, der bereits fruchtet: ungezwungenes Networking.

Von der Idee angetan ist GastroBern. «Das ist eine Win-win-Situation», so Tobias Burkhalter. Die Bars erhielten dadurch mehr Werbung. Und die Gäste lernten neue Beizen kennen. Burkhalter: «Es ist immer gut, wenn Gastrobetriebe über ihren eigenen Gartenzaun hinausdenken.»

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