Aktualisiert 09.07.2014 15:57

Angst vor Hochwasser

Berner Matte-Bewohner pumpen Grundwasser ab

Die «Mätteler» ergreifen Vorbereitungen wegen eines möglichen Hochwassers. Besonders hohe Pegel haben wegen des vielen Regens auch kleinere Flüsse und Bäche.

von
smü/miw

Matte-Bewohner Stöffu Schärer pumpt das Grundwasser in seinem Keller ab, um diesen trocken zu halten. Der viele Regen lasse den Pegel steigen. «In der Matte gewöhnt man sich nie an das drohende Hochwasser», sagt er. Und auch beim Matte Schulhaus trifft man Vorkehrungen, durch Senken des Grundwassers.

Wetterprognose sieht gut aus

Am Dienstag führte die Aare rund 330 Kubikmeter Wasser pro Sekunde. Es handle sich um einen hohen Pegelstand, aber noch habe Wasser Platz: «Das Verlegen von Beaverschläuchen und Sandsäcken ist derzeit kein Thema», sagt Franz Märki, Sprecher der Berufsfeuerwehr Bern. Diese befänden sich in Depots und könnten bei Bedarf rasch herangeschafft werden. «Wir haben die Matte-Bewohner per SMS aufgefordert, ihre Keller zu beobachten - sollte sich die Lage verändern werden wir weiter informieren», so Märki weiter.

Ähnlich schätzt das kantonale Amt für Wasser die Gefahrenlage ein. So führen etwa die Flüsse Ilfis und Emme grosse Wassermengen, eine unmittelbare Gefahr drohe aber derzeit nicht. «Wir beobachten die Situation konstant, erwarten aber aufgrund der Wetterprognosen keine Verschärfung», sagt Bernhard Schudel, Leiter Gewässerregulierung. Lokal auftretende Gewitter könnten die Situation aber rasch ändern. Die Seen im dem Berner Oberland und dem Seeland führten gar normale Pegelstände. «Uns kommt entgegen, dass es in der Höhe schneit - dadurch fliesst den Seen weniger Wasser zu», so Schudel weiter.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.