Neuer Protest angekündigt: Berner Media-Markt kommt nicht zur Ruhe
Aktualisiert

Neuer Protest angekündigtBerner Media-Markt kommt nicht zur Ruhe

Dem Media-Markt droht weiteres Ungemach: Nach der Demo vom 26. März ruft eine Facebook-Gruppe erneut zu einer Störaktion auf. Angekündigt ist ein Trauermarsch mit «Leichenschmaus».

von
mua
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Zahlreiche Demonstranten protestierten am 26. März 2015 gegen die Eröffnung des Media-Markts in den Räumen der ehemaligen Markthalle in der Nähe des Berner Bahnhofs.

Zahlreiche Demonstranten protestierten am 26. März 2015 gegen die Eröffnung des Media-Markts in den Räumen der ehemaligen Markthalle in der Nähe des Berner Bahnhofs.

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Keystone/Peter Klaunzer
Die Demonstranten deponierten mitgebrachten Elektroschrott vor dem Eingang.

Die Demonstranten deponierten mitgebrachten Elektroschrott vor dem Eingang.

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Die Demonstration am 26. März endete mit unschönen Szenen: Dutzende versammelten sich vor der neuen Media-Markt-Filiale am Berner Bubenbergplatz mit alten Elektrogeräten. Es gingen Scheiben zu Bruch, worauf die Polizei die Aktivisten aufforderte, den Platz zu räumen. Um weitere Sachbeschädigungen zu verhindern, wurden Pfefferspray und Gummischrot eingesetzt. Fünf Personen wurden verhaftet und eine Strafuntersuchung eingeleitet.

Media-Markt-Gegner geben nicht auf

Nun droht dem neuen Elektronikgeschäft neues Ungemach. Nach dem Aufruf zum «Media-Markt leerfeiern» folgt nun «Media-Markt volltrauern»: Über Facebook wird am 7. Mai zu einer erneuten Demonstration aufgerufen. Die Aktivisten, die sich «Rat intoleranter PazifistInnen» nennen, wollen des 26. März gedenken, als «die Fensterfront des unschuldigen Media-Markts in einem hinterhältigen Anschlag perfide zerschlagen wurde». Der Tag dürfe nicht in Vergessenheit geraten.

Mitgefühl, Mahnwache und öffentlicher Trauermarsch: «Wir zünden Kerzen an. Wir beten, trauern, weinen und singen.» Wieder soll Elektroschrott vor dem Elektronik-Discounter deponiert werden. «Wir veranstalten einen Leichenschmaus und trinken uns unseren Frust vom Herzen», schreiben die Media-Markt-Gegner auf ihrer Facebookseite.

Die Kapo weiss Bescheid

Die Posts im Netz sind auch der Kapo Bern nicht entgangen. «Wir beobachten die Entwicklung und stehen mit den betroffenen Stellen in Kontakt», so Andreas Hofmann, Mediensprecher der Kapo Bern. Weitere Angaben könne er zu jetzigen Zeitpunkt noch keine machen.

Die Protestaktion von Ende März

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