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Euro 2008Berner Regierung «hoch erfreut» über guten Ablauf

Im Kanton Bern hat das Zusammenspiel von Polizei, Feuerwehr, Zivilschutz, Sanität und Militär an der Euro 2008 hervorragend geklappt.

Dieses Fazit zogen die mit der Sicherheit beauftragten Organisationen kurz vor Abschluss des Anlasses.

Er sei «hoch erfreut», eine derart positive Bilanz ziehen zu dürfen, sagte der kantonale Polizeidirektor Hans-Jürg Käser, am Freitag in einer ersten Bilanz. Bis zu 2700 Sicherheitskräfte seien gleichzeitig im Einsatz gewesen, praktisch alle, die aufgeboten werden konnten.

Dabei sei für die Host City Bern auch etwas Auslosungs- und Wetterglück im Spiel gewesen, räumte Käser ein. Doch es liege in erster Linie an der guten Vorbereitung des Sicherheitsnetzes und der professionellen Führung der Einsatzkräfte.

Kritische Momente habe es auch gegeben, räumten die Sicherheitsverantwortlichen ein. Die Massierung von Menschen in der Berner Innenstadt habe besonders an den Spieltagen ein Ausmass erreicht, das «echt Sorgen gemacht hat». Da hätte eine Panik, etwa wegen Pyrotechnika oder gewaltbereiten Fans, verheerende Folgen haben können.

Insgesamt haben sich bis jetzt über 700 000 Menschen in der Bundesstadt die Spiele angesehen. Dies bedeutete für das vernetzte Sicherheitsdispositiv im Kanton Bern die bisher grösste Bewährungsprobe. Die «3-D-Strategie» mit Dialog, Deeskalation und Durchgreifen habe Erfolg gehabt.

Die allgemeine Kriminalitätsrate sei im Kanton während der drei Wochen stabil bis leicht sinkend gewesen. Während die Vermögensdelikte im ganzen Kanton mit insgesamt 177 wegen der Taschendiebstähle etwas zunahmen, gingen andere Deliktarten zurück.

In den Festhalte- und Warteräumen in Ittigen und im Neufeld wurden während des Grossanlasses insgesamt 223 Personen, wovon 89 Schweizer, vorübergehend festgehalten. Das sei gemessen an der Gesamtzahl der Gäste «verschwindend wenig». 91 Rayonverbote wurden ausgesprochen.

(sda)

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