Aktualisiert 09.12.2008 10:49

Trotz MühlebergBerner Regierung will Strom ohne Atom

Trotz des neuen Atomkraftwerkprojektes in Mühleberg: Der Berner Regierungsrat hält am Ziel seiner Energiestrategie 2006 fest, dass mittelfristig Elektrizität im Kanton Bern ohne Kernkraft erzeugt werden soll.

Die Energiestrategie 2006 sei darauf ausgerichtet, die Auslandabhängigkeit bei der Energieversorgung massiv zu reduzieren. Der Regierungsrat sehe dies als einzigen langfristig Erfolg versprechenden Weg, die Versorgung des Kantons Bern mit bezahlbarer Energie sicherzustellen. Kernkraftwerke könnten dazu keinen wesentlichen Beitrag leisten, heisst es in einer am Dienstag veröffentlichten Antwort der Regierung auf einen Vorstoss aus dem Grossen Rat weiter.

Die Energiestrategie umfasse verschiedene Zielsetzungen, die sich gegenseitig ergänzten. Hauptzielsetzung sei die Verwirklichung der 4000-Watt-Gesellschaft bis im Jahr 2035. Gegenüber heute bedeute dies eine Reduktion des Energieverbrauchs pro Kopf im Kanton Bern um rund ein Drittel. Der heutige Verbrauch von Strom aus Kernenergie soll demnach künftig nicht durch einen anderen Energieträger gedeckt werden müssen, sondern infolge der Verminderung des Energiebedarfs wegfallen.

(dapd)

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