Berner Regierungsrat will Schule für die Kleinsten
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Berner Regierungsrat will Schule für die Kleinsten

Künftig könnten Berner Kinder bereits im Alter von vier Jahren eingeschult werden: Dies will der Regierungsrat mit der Vereinheitlichung des Schulsystems durchsetzen.

von
Nora Camenisch

Schulbankdrücken während elf statt nur neun Jahren: Dies könnte Berner Schulkindern ab 2014 blühen. Mit der Harmonisierung des Schulsystems, der sogenannten HarmoS, sieht der Berner Regierungsrat vor, dass die Sprösslinge im Kanton bereits mit vier Jahren den Kindergarten oder eine Basis-Schulstufe besuchen.

Von dieser Idee gar nicht begeistert ist die Junge SVP. Deren Präsident Erich Hess befürchtet, dass sich Jugendgewalt und sinkendes Bildungsniveau noch verschlimmern werden, wenn man den Müttern die Kinder früher wegnimmt. «Dieses Machwerk aus der 68er-Mottenkiste führt zur Verhätschelung der Kinder und verursacht hohe Kosten», so Hess.

Dies sieht Erziehungsdirektor Bernhard Pulver anders: «Wir wollen keine Verhältnisse wie zu DDR-Zeiten.» Der frühere Eintritt in den Kindergarten solle die Bildungschancen der Kinder verbessern. Falls der Grosse Rat den Vorschlag nicht verwirft, will die JSVP das Referendum ergreifen.

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