Aktualisiert 15.05.2007 19:04

Berner Schulhäuser sagen Vandalen den Kampf an

Zerbrochene Scheiben, versprayte Wände und verleimte Türen: Immer häufiger verwüsten Vandalen Berner Schulhäuser. Nun sollen neue Massnahmen Besserung bringen.

«Manchmal schlagen bei uns in einer einzigen Woche dreimal Vandalen zu», klagt Hans Rudolf Gasser, Abwart des Berner Wankdorf-Schulhauses. «Es kommt immer häufiger zu massiven Beschädigungen», so Gasser. Die Übeltäter schlagen vorwiegend nachts und an Wochenenden zu. Sie haben es vor allem auf Fensterscheiben, Abfalleimer und weisse Wände abgesehen.

Auch andere Berner Schulen sind beliebte Ziele von Zerstörungsfreudigen: «Rund zweimal pro Monat wüten bei uns Vandalen», sagt Frédéric Zenger vom Schulhaus Bethlehemacker. Die nächtlichen Attacken gehen ganz schön ins Geld: «Die Schäden kosten die Stadt Bern jährlich fast eine halbe Million Franken», sagt Dagmar Boss von Stadtbauten Bern.

Nun soll ein Pilotprojekt an fünf Berner Schulhäusern den teuren Touren ein baldiges Ende bereiten. Im Kampf gegen Vandalen setzt die Hauptstadt künftig auf bessere Beleuchtungen rund um Schulhäuser und ein Zutrittsverbot ab 22 Uhr für Pausenplätze. «Eventuell wird man auch Securitaskräfte einsetzen», so Irene Hänsenberger vom Schulamt Bern. Wann die Neuerungen umgesetzt würden, sei aber noch unklar.

Nina Jecker

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