Zwischennutzung: Berner sollen sich wie ein Bär fühlen und planschen
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ZwischennutzungBerner sollen sich wie ein Bär fühlen und planschen

Während Finn, Björk und Ursina im Welschland Ferien machen, können die Besucher in deren Rolle schlüpfen und den Bärenpark erkunden.

von
Nora Camenisch
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Die Berner können sich als Bär fühlen und währen der Abwesenheit von Finn, Björk und Ursina deren Höhlen erkunden - so wie Bärenparkleiter Peter Schlup.

Die Berner können sich als Bär fühlen und währen der Abwesenheit von Finn, Björk und Ursina deren Höhlen erkunden - so wie Bärenparkleiter Peter Schlup.

Bärenpark Bern
Während der Führung kann man auch den Steilhang erklettern und sich ins Tagesnest der Mutzen legen.

Während der Führung kann man auch den Steilhang erklettern und sich ins Tagesnest der Mutzen legen.

Bärenpark Bern
Am Montag haben bereits die ersten Kids an einer Führung die Bärenhöhle erkundet.

Am Montag haben bereits die ersten Kids an einer Führung die Bärenhöhle erkundet.

Nora Camenisch

Die Bären sind weg und die Bagger aufgefahren. Bis im September muss der Bärenpark ohne seine Mutzen auskommen. Doch gähnende Leere soll rund um den Park trotzdem nicht herrschen: Der Bärenpark hat am Montag zahlreiche Ideen für die Zwischennutzung präsentiert. «Der Bärenpark soll noch attraktiver werden als in einem normalen Bärensommer», sagt Mike Keller, Vizedirektor Bern Tourismus.

Eine der Ideen: Die Besucher sollen sich während des Sommers wie Björk, Finn und Ursina fühlen. «Ich bin Bär» heisst die Führung durch die Anlage. Dabei können Touristen und Berner den Steilhang erklettern, in die Winterhöhlen der Mutzen kriechen oder sich in deren Tagesnest legen.

Planschen im Bärenpool

Daneben sind diverse weitere Ideen in Planung. «Wir klären derzeit ab, ob es möglich ist, dass Besucher im Bärenpool schwimmen», sagt Bärenparkleiter Peter Schlup. Hier müssten aber unter anderem noch Sicherheitsfragen geklärt werden. Auch den Bären sollen Interessierte etwas Gutes tun können und einen Busch im Park pflanzen.

Genutzt werden soll währen den warmen Monaten auch der grosse Bärengraben. Schlup könnte sich vorstellen, dass dort Theater und Konzerte stattfinden. «Ein Veranstalter hat sich bereits bei uns gemeldet. Wir sind offen für weitere Anfragen», so Schlup.

Shuttleservice in den Tierpark

Wer trotzdem Bären sehen will, kann dies im Tierpark tun. Damit sich die Touristen nicht verrirren, steht beim Bärenpark eine Karte, die den Fussweg ins Dählhölzli weist. «Wir überlegen uns zudem, einen Shuttleservice dorthin einzurichten», so Schlup.

Im angrenzenden Restaurant Altes Tramdepot versucht man sich derweil mit der Baustelle zu arrangieren. «Wir haben den hinteren Garten geöffnet und während dem Mittag mit den Baufirmen eine Ruhezeit vereinbart», sagt Geschäftsführer Marco Maeder. «Wir sind zuversichtlich, dass sich der Schaden in Grenzen hält.» Maeder ist froh, dass der Bärenpark für Touristen ein Alternativprogramm bietet.

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