Aktualisiert 03.12.2006 19:09

Berner Stadtregierung: Kommt es zu einer Kampfwahl?

Nach dem Tod des Stadtberner FDP-Gemeinderates Kurt Wasserfallen könnte es um den freien Sitz in der Stadtregierung zu einer bürgerlichen Kampfwahl kommen.

Die SVP will versuchen, den verlorenen Sitz zurückzuerobern, die CVP schliesst eine Kandidatur nicht aus.

Es sei erklärtes Ziel seiner Partei, den 2004 verlorenen Sitz bei den ordentlichen Wahlen 2008 zurückzuerobern, sagte der SVP- Fraktionschef im Berner Stadtrat, Simon Glauser, am Sonntag gegenüber dem Regionaljournal Bern-Freiburg-Wallis von Radio DRS. Nun biete sich diese Gelegenheit erzwungenermassen bereits früher.

Vorbehältlich der Beschlüsse der zuständigen Parteigremien werde die SVP einen Kandidatin oder einen Kandidaten stellen. Nicht mehr in der Stadtregierung vertreten ist seit 2004 auch die CVP.

CVP-Generalsekretär möglicher Kandidat

«Die FDP ist mit zwei Mandaten übervertreten», sagte CVP- Sprecher Stefan Meierhans auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Zur Zeit seien CVP-intern Gespräche im Gang, «wir schliessen eine eigene Kandidatur nicht aus».

Während bei der SVP Stadtrat Beat Schori als möglicher Kandidat gehandelt wird, sind es bei der CVP laut Meierhans die beiden Stadträte Daniel Kast und Reto Nause. Bei letzterem handelt es sich um den Generalsekretär der CVP Schweiz.

Für die FDP noch zu früh

Noch keine Angaben zum Vorgehen seiner Partei machte am Wochenende der Parteipräsident der Stadtberner FDP, Thomas Balmer. Dazu sei es kurz nach dem Tod von Kurt Wasserfallen noch zu früh. Keine Ansprüche zu erwarten sind von SP und Grünen, die im Gemeinderat bereits drei von fünf Sitzen besetzen.

Die bürgerliche Liste aus CVP, SVP und FDP habe in der Proporzwahl vor zwei Jahren «klar zwei Sitze erreicht», sagte der Fraktionschef der GFL, Ueli Stückelberger gegenüber Radio DRS. Es sei deshalb an den Bürgerlichen, den freigewordenen Sitz zu besetzen.

(sda)

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