Mit Flugzeug verfrachtet – Berner Wisente werden in die kaukasische Wildnis freigelassen 
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Mit Flugzeug verfrachtetBerner Wisente werden in die kaukasische Wildnis freigelassen

Zwei Wisentbullen wurden für die grosse Reise ausgewählt: Zusammen mit dem WWF wildert der Tierpark Bern die Tiere in den riesigen Naturschutzgebieten Aserbaidschans aus.

von
Céline Meisel
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Zusammen mit sieben anderen Artgenossen werden zwei Wisente in Aserbaidschan ausgewildert. 

Zusammen mit sieben anderen Artgenossen werden zwei Wisente in Aserbaidschan ausgewildert.

Tierpark Bern
Dazu mussten sie mit dem Flugzeug verfrachtet werden. 

Dazu mussten sie mit dem Flugzeug verfrachtet werden.

Tierpark Bern
In Aserbaidschan werden sie zuerst an ihre neue Heimat akklimatisiert. 

In Aserbaidschan werden sie zuerst an ihre neue Heimat akklimatisiert.

Tierpark Bern

Darum gehts

  • Der Tierpark Bern kann in Zusammenarbeit mit dem WWF zwei Wisentbullen in Aserbaidschan auswildern.

  • Diese können nach einer Akklimatisierungsphase in die Wildnis entlassen werden.

  • Die Wisente wurden vor 90 Jahren in der freien Wildbahn komplett ausgerottet.

Die Wisente im Berner Tierpark streifen durch einen fünf Hektar grossen naturbelassenen Wald. Zwei von ihnen dürfen jedoch bald den 115,900 Hektar grossen Shahdag Nationalpark in Aserbaidschan erkunden, weit weg von Zäunen und Besuchern. «Im Grossen Kaukasus finden die Wildrinder noch grosse zusammenhängende Bergmischwälder mit einem natürlichen Nahrungsangebot. Gleichzeitig bieten die riesigen Naturschutzgebiete genügend Platz und Schutz für Bestände mit mehreren hundert Tieren», sagt Aurel Heidelberg, Referent der Ökoregion Kaukasus vom WWF.

Zusammen mit sieben weiteren Artgenossen aus europäischen Zoos werden die Wisente aus dem Berner Dählhölzli in Zusammenarbeit mit dem WFF ausgewildert. Doch vorerst müssen sich diese in einem umzäunten Areal an ihre neue Heimat akklimatisieren. In der Wildnis angekommen, müssen sich die Tiere bestimmte angeborenen Verhaltensweisen wieder aneignen. Dazu gehören zum Beispiel natürliche Schutzmechanismen gegenüber grossen Raubtieren. Einzelne Wisente werden mit GPS-Halsbändern ausgestattet, um die Herde begleiten und ihre Bewegungen besser verfolgen zu können.

Die Transportaktion stellte sich dabei als besonders schwierig heraus: Zuerst mussten die Tiere von der Schweiz nach Deutschland dann nach Aserbaidschan und von dort in das Auswilderungszentrum gebracht werden. «Die Wiederbesiedlung des Wisents ist ein Kraftakt, der nur durch eine langfristige vertrauensvolle Zusammenarbeit von internationalen, nationalen und nicht zuletzt lokalen Partnern geleistet werden kann», sagt Heidelberg.

Seit dem Jahr 2000 konnte der Tierpark Bern bereits 17 Wisente an Auswilderungsprojekte in Polen, Russland und Rumänien abgeben. Solche Wiederansiedlungen leisten einen massgeblichen Beitrag, um die biologische Vielfalt in den jeweiligen Regionen zu erhalten, dies teilt der Tierpark Bern am Donnerstag mit. Im Frühjahr 2022 werden die Wisente das Auswilderungszentrum verlassen.

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