Berner wollen weg vom Laueri- und Loser-Image
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Berner wollen weg vom Laueri- und Loser-Image

Bern will sein verstaubtes Image abschütteln. Kommunikationsexperte Klaus J. Stöhlker rät: «Überzeugt die Eidgenossen, dass der Kanton Bern noch lebt!»

Die Berner sind Laueri. Gegen dieses Vorurteil wehrte sich der Grosse Rat und verordnete eine Image-Korrektur. Schützenhilfe erhält er nun von Marketingexperten. «Der Kanton Bern muss vorab in der Schweiz werben»; sagt Kommunikationsexperte Klaus J. Stöhlker. Aber: «Die Stadt Bern könnt ihr dabei vergessen.» Die Wirren in der Stadtverwaltung hätten dem Image zu sehr geschadet. Auch die Universität zählt

er zu den Schwachpunkten: «Einzig Jus ist gut und Medizin knapp genügend.» In den Vordergrund stellen will Stöhlker stattdessen «die schöne Landschaft, die liebenswürdigen Berner und das Know-how».

Geschäftsfrau Nicole Loeb lobt die hohe Lebensqualität, die guten Verbindungen im öffentlichen Verkehr und

den kulturellen Bereich. «Ein schlechtes Image in der Wirtschaft haben wir wegen den hohen Steuern», sagt Loeb.

«Dem Kanton Bern haftet nicht ganz zu Unrecht ein verstaubtes Image an», sagt der gebürtige Berner und in Basel tätige Kommunikationsexperte Marcel Trachsel. Der Kanton habe viel zu bieten, sei zentral gelegen und kulturell interessant, aber: «Basel ist lebendig, Bern zu behäbig.»

Daniel Barben

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