«Berner Zeitung» darf sich an «20 Minuten» beteiligen
Aktualisiert

«Berner Zeitung» darf sich an «20 Minuten» beteiligen

Die Rekurskommission für Wettbewerbsfragen hat ein entsprechendes Verbot der Wettbewerbskommission (Weko) umgestossen.

Die Rekurskommission begründe ihren Entscheid hauptsächlich damit, dass von anderen Mediengattungen und Werbeträgern sowie von potenziellen Markteintritten genügend disziplinierende Wirkung ausgeübt werde, heisst es in einer Mitteilung der Espace Media Groupe vom Freitag, zu der die «Berner Zeitung» gehört.

Die Rekurskommission macht der Espace Media Groupe jedoch die Auflage, sich inskünftig nicht um die Konzessionsvergabe für den «Anzeiger Region Bern» zu bewerben.

Im März 2003 beteiligte sich die «Berner Zeitung» mit 17,5 Prozent an der Express Zeitung AG, die ihrerseits die Pendlerzeitung 20 Minuten Schweiz AG übernahm.

Der Entscheid löste beim Berner Medienhaus Erleichterung und Genugtuung aus. «Obwohl wir das Marktpotenzial einer Pendlerzeitung frühzeitig richtig eingeschätzt haben, mussten wir wegen dem Nein der Weko drei Jahre lang praktisch untätig zusehen, wie «20 Minuten» den Markt aufmischte, wird Espace-Konzernleiter Albert P. Stäheli in der Mitteilung zitiert.

Nun sei man froh, mit dem erlaubten Engagement die Position im Werbemarkt und im Zeitungsdruck «zukunftsgerichtet weiterentwickeln» zu können.

(sda)

Deine Meinung