WM-Bronze: Bernerin häkelt sich an die Weltspitze
Aktualisiert

WM-BronzeBernerin häkelt sich an die Weltspitze

Die Berner Oberländerin Renate Lengacher hat am Wochenende an der Häkel-WM Bronze geholt. Nun will sie ihr eigenes Häkel-Business aufziehen.

von
Christoph Albrecht
Seit einigen Jahren gilt Häkeln wieder als salonfähig. In Deutschland fand am Wochenende die zweite Weltmeisterschaft in der Disziplin statt, der lange ein angestaubtes Image anhaftete. Die Berner Oberländerin Renate Lengacher (44) holte sich dabei die Bronze-Medaille.

Seit einigen Jahren gilt Häkeln wieder als salonfähig. In Deutschland fand am Wochenende die zweite Weltmeisterschaft in der Disziplin statt, der lange ein angestaubtes Image anhaftete. Die Berner Oberländerin Renate Lengacher (44) holte sich dabei die Bronze-Medaille.

Während die Schweizer Wintersportler in Sotschi um Edelmetall kämpfen, hat sich für eine Berner Oberländerin jenseits der Olympia-Pisten der Medaillentraum bereits erfüllt: An der Häkel-WM in Deutschland stach die Aeschiriederin Renate Lengacher am Wochenende mit ihren Nadeln mehr als 90 Mitstreiter aus und holte sich Bronze.

«Ich bin überglücklich», so die 44-Jährige nach ihrem Triumph. Im Finale galt es für Lengacher, flinke Finger zu beweisen und in möglichst kurzer Zeit einen 55 Meter langen Wollknäuel in eine Mütze zu verwandeln – gerade einmal sieben Minuten und fünf Sekunden brauchte sie für diese Aufgabe: «Das ist meine persönliche Rekordzeit», so die amtierende Häkel-Schweizermeisterin.

Häkeln ist beliebter denn je

Das über 200 Jahre alte Handwerk mit angestaubtem Image erlebt derzeit eine Renaissance – auch dank zwei deutschen Studenten, die mit dem Häkeln vor einigen Jahren eine Nische entdeckt haben und seither über ihren Online-Store MyBoshi äusserst erfolgreich Mützen, Garn und Häkelanleitungen verkaufen.

Auch Lengacher will sich ihren Status als Weltklasse-Häklerin nun zunutze machen – seit ihren Erfolgen betreibt die Briefträgerin eine eigene Homepage und bietet Häkelkurse an: «Im Moment läuft es sehr gut», freut sich Leng­acher.

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