Neue Tarife: Bernmobil erhöht Bussen für Schwarzfahrer
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Neue TarifeBernmobil erhöht Bussen für Schwarzfahrer

Notorische Schwarzfahrer erhalten auf dem Netz von Bernmobil in Zukunft höhere Bussen. Dies, weil das Unternehmen ab September Teil des nationalen Schwarzfahrer-Registers wird.

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rc/sda
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Neu gilt: Je öfter man erwischt wird, desto höher wird die Busse.

Neu gilt: Je öfter man erwischt wird, desto höher wird die Busse.

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Bei Bernmobil zahlten Schwarzfahrer bislang jedes Mal 100 Franken Strafe. Neu ist dies bloss der Tarif für Personen, die zum ersten Mal erwischt werden.

Bei Bernmobil zahlten Schwarzfahrer bislang jedes Mal 100 Franken Strafe. Neu ist dies bloss der Tarif für Personen, die zum ersten Mal erwischt werden.

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Wurde der Sünder in den letzten zwei Jahren schon einmal in der Schweiz ohne Ticket erwischt, steigt die Busse.

Wurde der Sünder in den letzten zwei Jahren schon einmal in der Schweiz ohne Ticket erwischt, steigt die Busse.

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Wer öfters ohne Ticket ins Tram oder in den Bus steigt, muss künftig tiefer in die Taschen greifen. Dies, weil sich der Stadtberner Verkehrsbetrieb Bernmobil ab September dem nationalen Schwarzfahrer-Register anschliesst, wie Radio Energy Bern berichtet. Somit erhöhen sich auch die Bussen für notorische Schwarzfahrer, die in Zukunft schweizweit mit einheitlichen Bussen zur Kasse gebeten werden sollen. Neu gilt, je öfter man erwischt wird, desto höher wird die Busse.

Bei Bernmobil zahlten Schwarzfahrer bislang jedes Mal 100 Franken fürs Schwarzfahren. Neu ist dies bloss der Tarif für Personen, die zum ersten Mal erwischt werden. Beim zweiten Mal werden bereits 140 Franken fällig, ab dem dritten Mal 170. Dabei spielt es keine Rolle, ob man in Basel oder Bern erwischt wird: Wurde der Sünder in den vorangegangenen zwei Jahren schon einmal in der Schweiz ohne Ticket erwischt, steigt die Busse.

«Effizientere Abschreckung»

Ausserdem kann die Busse in Zukunft nicht mehr direkt im Bus oder im Tram bezahlt werden. Vielmehr werden zuerst die Personalien aufgenommen und anschliessend in der Datenbank nachgeschaut, ob der Sünder schon einmal auffiel. «Im Moment sind wir noch in der Testphase, damit bei der Umstellung im September alles klappt», so Bernmobil-Sprecher Rolf Meyer gegenübe dem Sender.

Wie dem Bernmobil-Geschäftsbericht 2018 zu entnehmen ist, bewegt sich der Anteil der kontrollierten Personen ohne gültigen Fahrausweis seit Jahren um die 2 Prozent. «Mit dem nationalen Schwarzfahrer-Register erhoffen wir uns eine effizientere Abschreckung der notorischen Schwarzfahrer», sagt Sprecherin Tanja Flühmann zu 20 Minuten.

Das nationale Schwarzfahrer-Register wurde im April in Betrieb genommen und soll laufend erweitert werden. Bis Ende Jahr sollen knapp 100 Transportunternehmen an die nationale Datenbank angeschlossen werden.

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