Piktogramm-Kampagne: Bernmobil erzieht Fahrgäste mit ÖV-Knigge

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Piktogramm-KampagneBernmobil erzieht Fahrgäste mit ÖV-Knigge

Drängler, Esser, Musikhörer: Sie machen den Pendlern das Leben manchmal schwer. Bernmobil wirbt deshalb mit einer neuen Kampagne für mehr Rücksichtnahme.

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smü

Im Bus einen übelriechenden Burger verdrücken, dem Schosshündchen einen eigenen Sitzplatz gönnen oder das vollgestopfte Tram mit dem eigenen Lieblingshit ab Kopfhörer beschallen: Das ärgert die anderen Pendler. «Mit steigender Anzahl Fahrgäste nehmen die Ärgernisse zu», sagt Bernmobil-Sprecher Rolf Meyer. «Wenn sich Fahrgäste nicht an die Spielregeln halten, fördert dies unnötig Konflikte.»

Neue Probleme

Ab Montag mache man deshalb mit der neuen Knigge-Kampagne «Merci für deine Rücksicht» auf die Probleme aufmerksam - in Bus und Tram hängen neue Piktogramme. Diese mahnen etwa die Fahrgäste, nicht in den Bus zu drängeln, sondern erst alle aussteigen zu lassen oder Schwangeren einen Sitzplatz zu überlassen. «Die acht neuen Piktogramme verdeutlichen Verhaltensweisen, die in der jüngsten Vergangenheit zum Problem wurden», sagt Meyer.

Berner ÖV-Nutzer sind etwa ab Passagieren genervt, die laut telefonieren. «Oder wenn im Bus oder Tram vorgeglüht wird», sagt Meyer. Man bitte die Passagiere den ersten Drink erst im Club zu sich zu nehmen. Ziel des Knigge sei aber nicht nur, die Fehlbaren zu mahnen: «Wir wollen jene, die sich richtig verhalten, stärken. Man darf sagen, dass man sich gern setzen möchte und der andere Fahrgast doch bitte seine Tasche vom Sitz nehmen solle.»

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