Aktualisiert 21.03.2020 10:56

CoronavirusBerset lockt Federer aus der Reserve

Der Gesundheitsminister fordert den Tennisstar auf, sich zum Verhalten zu Coronazeiten zu äussern. Der gehorcht.

von
Simon Graf

Bundesrat Alain Berset nominierte Roger Federer über Instagram Stellung zur aktuellen Coronasituation zu nehmen.
(Video: Roger Federer via Instagram)

Alain Berset geht mit der Zeit. Der Gesundheitsminister, der mit seinen Auftritten zur Corona-Krise inzwischen zu den Schweizer Wohnstuben gehört wie das bequeme Sofa, hat auf die sozialen Medien zurückgegriffen, um seine Botschaft des Social Distancing unter den Jungen noch wirksamer zu verbreiten. Berset hat auf Twitter rund 113'000 Follower, auf Instagram 27'800. Immerhin. Aber damit erreicht er noch nicht die breite Masse. Die aktivierte er nun via Roger Federer.

Berset fordert Federer heraus

Bundesrat Alain Berset meldet sich per Instagram, dabei wendet er sich an Roger Federer, Christa Rigozzi und Stress.
(Video: Alain Berset via Instragram)
(Video: Alain Berset via Instragram)

Die Challenge von Alain Berset. (Video: Alain Berset via Instagram)

Berset nominierte den bekanntesten Schweizer nebst Musiker Stress und der Moderatorin Christa Rigozzi, sich zum Verhalten in Coronazeiten zu äussern. So sagte er mit ernster Miene in die Kamera: «Zusammen und solidarisch. Wir haben alle eine sehr wichtige Rolle zu spielen. In den Spitälern, in den Altersheimen, auch in den Läden, unter Nachbarn. Man muss die Anweisungen befolgen. Man muss die Distanz wahren, daran denken, zu Hause zu bleiben. Es ist eine Frage der Verantwortung für alle. Und was tun Sie? Erzählen Sie es uns unter #voicicommentnousproteger. Sie können drei Leute nominieren. Ich dachte da an: Christa Rigozzi, Stress und an Roger Federer.»

Rigozzi und Stress gehorchten der Aufforderung des Bundesrats sofort, später meldete sich auch Federer. Vor winterlicher Kulisse liess er via Instagram ausrichten: «Danke Herr Bundesrat. Auch bei mir ist es nicht einfach. Ich bleibe auch die ganze Zeit zu Hause. Ich schüttle auch niemandem mehr die Hand, schon seit langer Zeit nicht mehr. Ich wasche meine Hände gründlich, jeden Tag, wie es sich gehört, immer wieder. Wir müssen einfach diesen Virus bekämpfen. Es ist wichtiger denn je, dass wir uns alle gegenseitig helfen. Vor allem der älteren Generation. Sie haben das grösste Risiko. Und jene, die nicht zwäg sind. Indem wir ihnen Platz geben und die Hände nicht schütteln. Wir müssen schauen, dass wir das unglaublich seriös nehmen. Sonst müssen wir alle zu Hause in Quarantäne bleiben. Dann dürfen wir alle nicht mehr raus. Ich hoffe wirklich, dass es alle ernst nehmen.»

DJ Bobo, Josi und Holdener

Die 7,4 Millionen Follower Federers auf Instagram dürften zwar nicht alle verstanden haben, was er auf Baslerdeutsch sagte. Aber der entsprechende Hashtag auf Englisch (#protectyourselfandothers) dürfte sie auf die richtige Fährte gebracht haben. Viele werden sich wohl einfach gefreut haben, ihn wieder einmal zu sehen nach über einem Monat. Wohlbehalten und strahlend. Federer seinerseits nominierte drei weitere Schweizer Persönlichkeiten: DJ Bobo, Eishockeystar Roman Josi und Skifahrerin Wendy Holdener.

Auch SRF-Moderator Sandro Brotz hat sich der Challenge angeschlossen und nominiert auf Twitter seine SRF-Kollegen Mario Grossniklaus und Alexander Sauter, sowie Sänger Baschi.

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