Eishockey: Bertolotti nicht mehr im IIHF-Schiri-Komitee
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EishockeyBertolotti nicht mehr im IIHF-Schiri-Komitee

Reto Bertolotti hat den Platz im Schiedsrichterkomitee des Internationalen Hockeyverbandes (IIHF) verloren – unsere Nationalmannschaft wird es an der WM spüren.

von
kza

Das IIHF-Schiedsrichterkomitee («Officiating Committee») verkörpert im besten Sinne des Wortes die internationale «Schiedsrichter-Mafia». Die sieben Herren nominieren nicht nur die Schiedsrichter für die WM- und Olympia-Turniere. Sie entscheiden an den jeweiligen Anlässen auch, welche Schiedsrichter welche Partien leiten.

Kein anderes Komitee hat also so starken Einfluss auf das Wohl und Weh an einer WM. Bei einer WM einen Vertreter in dieser «Mafia» zu haben, ist deshalb von grösster Wichtigkeit und die Schweiz hatte das Glück, seit 2008 durch unseren nationalen Schiedsrichterchef Reto Bertolotti vertreten zu sein.

Bertolotti schafft Wiederwahl nicht

Nun ist Reto Bertolotti nicht mehr in dieses Komitee gewählt worden. Damit hat die Schweiz niemanden mehr, der an einer WM Einfluss auf die Schiedsrichter nehmen kann. Warum? Alle attestieren Bertolotti nämlich, er habe vorzügliche Arbeit geleistet.

IIHF-Präsident Dr. René Fasel erklärt gegenüber 20 Minuten Online diesen schweren sportpolitischen Rückschlag unseres Eishockeys so: «Wir befinden uns in der IIHF in einer Phase der Erneuerung. Deshalb hat es in unseren verschiedenen Komitees zahlreiche Wechsel gegeben und einen dieser Wechsel betrifft Reto Bertolotti.» Hätte es denn im Rahmen dieser «Perestroika» keinen Schweizer Ersatz gegeben? Auf diese Frage kontert Fasel: «Wüssten Sie denn einen? Sehen Sie, deshalb ist kein Schweizer mehr vertreten. Weil es keinen geeigneten anderen Kandidaten als Reto Bertolotti gegeben hat.»

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