Berufspatent für Rheintaxis geplant
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Berufspatent für Rheintaxis geplant

Hobby-Skipper auf dem Rhein sollen eine Prüfung wie Berufskapitäne ablegen. Nicht alle Rheintaxis und Fährimänner sind erfreut.

Die Verbände der Schweizerischen Schifffahrtsunternehmen und der Motorbootfahrschulen wollen jetzt mit dem Bundesamt für Schifffahrt einen obligatorischen Ausbildungskurs für das Kleinfahrgast-Schiffsgewerbe einführen.

«Das Taxigewerbe auf dem Rhein hat in den letzten Jahren unverhältnismässig zugenommen. Aus Unerfahrenheit kommt es

zu Unfällen», stellt der Basler Louis Conzett fest, der als Kapitän zur See schweizweit den geplanten Kurs für das so genannte kleine Berufspatent konzipiert. «Ein Rheintaxi mit sechs Passagieren beispielsweise ist wegen der Bugwelle eines Frachters gekentert», weiss Conzett.

Die Mehrheit der 22 in Basel betroffenen Skipper stehen der Idee einer Taxi-Konzession als Schutz vor Konkurrenz positiv gegenüber. «Eine teure Ausbildung mit Berufspatent ist aber unnötig», findet Taxibetreiber Adrian Gerber.

Verständlich: Denn das Boot eines Berufskapitäns muss punkto Passagiersicherheit der eidgenössischen Schiffsbauverordnung entsprechen. Das hätte zur Konsequenz, dass einige Rheintaxis mittelfristig nicht mehr auf dem Rhein kursieren dürften.

Der Chef Rheinpolizei, Thomas Schwitter, freut sich: «So hätten wir endlich eine gesetzliche Handhabe bei Übertretungen.»

(lvi)

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