Aktualisiert 08.02.2019 11:26

Tötungsdelikt von Frutigen

Beschuldigter bleibt weiterhin in Haft

Die Untersuchungshaft für den Beschuldigten im Tötungsdelikt von Frutigen BE ist um weitere sechs Monate verlängert worden. Das Bundesgericht hat eine Beschwerde des Mannes abgewiesen.

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Das Bundesgericht Lausanne beschloss am Freitag, dass der Beschuldigte weiterhin in Haft bleibt. Es bestehe ein dringender Tatverdacht, sowie Fluchtgefahr.

Das Bundesgericht Lausanne beschloss am Freitag, dass der Beschuldigte weiterhin in Haft bleibt. Es bestehe ein dringender Tatverdacht, sowie Fluchtgefahr.

Keystone/Laurent Gillieron
Die Staatsanwaltschaft nimmt an, dass der Beschuldigte seine Partnerin umgebracht hat. Anschliessend soll er das Haus der Frau in Brand gesetzt haben, um die Spuren zu verwischen.

Die Staatsanwaltschaft nimmt an, dass der Beschuldigte seine Partnerin umgebracht hat. Anschliessend soll er das Haus der Frau in Brand gesetzt haben, um die Spuren zu verwischen.

Screenshot TeleBärn
Die mögliche Brandstiftung spielte sich ein wenig ausserhalb von Frutigen im Kanton Bern ab.

Die mögliche Brandstiftung spielte sich ein wenig ausserhalb von Frutigen im Kanton Bern ab.

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Das Bundesgericht bestätigt in einem am Freitag publizierten Urteil, dass nach wie vor ein dringender Tatverdacht gegen den Beschuldigten vorliege und Fluchtgefahr bestehe. Ihm wird vorsätzliche Tötung, Brandstiftung und Störung des Totenfriedens vorgeworfen.

Der Mann wurde Februar vergangenen Jahres in Frankreich festgenommen und einen Monat später an die Schweiz ausgeliefert. Die Staatsanwaltschaft nimmt an, dass er seine Partnerin umgebracht hat. Anschliessend soll er das Haus der Frau in Brand gesetzt haben, um die Spuren zu verwischen.

Unklare Umstände

Bisher gibt es keine Beweise für die Tat, allerdings eine Reihe von Indizien. So wurde Brandbeschleuniger eingesetzt. Das Opfer lebte gemäss rechtsmedizinischem Gutachten zum Zeitpunkt des Brandes nicht mehr. Dies geht aus dem Urteil des Bundesgericht hervor.

Allerdings decken sich die Daten des Mobiltelefons des Opfers sowie die Fahrzeugdaten des Beschuldigten nicht mit der Tathypothese der Staatsanwaltschaft, wie das Bundesgericht schreibt. Es seien weitere Untersuchungen notwendig.

(SDA)

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