Beschuldigter Seklehrer gestand sexuellen Übergriff

Aktualisiert

Beschuldigter Seklehrer gestand sexuellen Übergriff

Der Thalwiler Seklehrer ist geständig: Nun wird abgeklärt, ob er in seiner Funktion als Judolehrer weitere sexuelle Handlungen mit Minderjährigen begangen hat.

«Am Dienstag vergangene Woche informierte mich die Kantonspolizei, dass ein Strafverfahren gegen einen unserer Trainer eingeleitet wurde», erzählt der Präsident eines Zürcher Judo-Clubs. Der Vorwurf: sexuelle Handlung mit einem Minderjährigen.

Niemals hätte er dies von seinem langjährigen Freund erwartet, der seit rund 15 Jahren im Club die Kinder und Jugendlichen mittrainierte und als Seklehrer in Thalwil arbeitete. Im Club sei er überaus beliebt. Welchen seiner Sportschüler er unsittlich berührt haben soll, wisse er nicht genau. «Jedenfalls», sagt der Präsident, «wurde ich von den Polizisten gebeten, ihnen die Namensliste der Jugendsparte auszuhändigen.»

Nun werde abgeklärt, ob es auch mit anderen Schülern zu sexuellen Handlungen gekommen war. Den Übergriff auf den 15-Jährigen hat der etwa 30-jährige Judo-Crack zugegeben, wie der Staatsanwalt Markus Imholz auf Anfrage von 20 Minuten bestätigte. Der Lehrer befindet sich nach wie vor in

U-Haft.

Auf die Vorwürfe hin hat der Schweizerische Judoverband die Kommission gegen sexuelle Gewalt eingeschaltet. Einsitz hat auch Urs Hofmann von Mira (Prävention sexueller Ausbeutung im Freizeitbereich): «Wir nehmen die Vorwürfe sehr ernst. Als Judolehrer wurde der Seklehrer provisorisch vom Verband suspendiert.»

Alexandra Roder

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