Wettermoderator: Beschwerde und Cash rund um Kachelmann
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WettermoderatorBeschwerde und Cash rund um Kachelmann

Sie hätte schlampig gearbeitet, sei zu schwatzhaft gewesen - die Staatsanwaltschaft im Fall Kachelmann hat eine Beschwerde am Hals. Und: Kachelmann besorgt sich Bargeld.

von
kub

Die Anwälte des wegen Vergewaltigung angeklagten Wettermoderators Jörg Kachelmann haben Dienstaufsichtsbeschwerden gegen die ermittelnde Staatsanwaltschaft in Mannheim sowie die Generalstaatsanwalt Karlsruhe eingereicht. Ein Sprecher des baden-württembergischen Justizministeriums bestätigte am Wochenende auf DAPD-Anfrage einen entsprechenden Bericht der Zeitung «Sonntag Aktuell». Das Ministerium, das für die Beschwerde gegen die Karlsruher Behörde zuständig ist, habe diese bereits als unbegründet abgewiesen.

Kachelmanns Medienanwalt Ralf Höcker wird in «Sonntag Aktuell» zitiert: «Die Staatsanwaltschaft Mannheim war in diesem Verfahren von blindem Jagdeifer auf einen Prominenten gepackt. Sie hat schlampig gearbeitet, zu unseriösen Verfahrenstricks gegriffen und durch die Schwatzhaftigkeit gegenüber den Medien die Persönlichkeitsrechte unseres Manndaten massiv verletzt.»

Kachelmann ist in Freiheit

Kachelmann verkauft zwei private Wetterfirmen

Mit einer Umschichtung seiner Wetterfirmen verschafft sich Jörg Kachelmann Bargeld: Dieser Tage verkauft der Wettermoderator seine zwei privat gehaltenen Überseegesellschaften WeatherOK Inc. in den USA und The Weatherman Inc. in Kanada an Meteomedia, in der er mit 49 Prozent Anteilen nach wie vor Hauptaktionär ist. Dies berichten die «SonntagsZeitung» und der «Sonntag» in ihrer neusten Ausgaben. Ebenso kauft Meteomedia die Firma Media Design, derzeit noch im Besitz einer Ex-Frau Kachelmanns.

Letzten Freitag wurden die über 100 Meteomedia-Mitarbeiter an einer Telefonkonferenz über die Änderungen informiert. Diese Transaktionen dürften Kachelmann Geld in die Kasse spülen, so die SonntagsZeitung weiter.

Der Schweizer TV-Moderator ist wegen Vergewaltigung seiner Exfreundin angeklagt. Er muss sich ab 6. September vor dem Mannheimer Landgericht verantworten. Am 20. März hatte ihn die Polizei auf dem Frankfurter Flughafen verhaftet. Nach mehr als vier Monaten wurde er Ende Juli aus der Untersuchungshaft entlassen. (kub/dapd)

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