Kollektiv Osterhase: Besetzer bleiben vorerst in Ostermundigen
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Kollektiv OsterhaseBesetzer bleiben vorerst in Ostermundigen

Aus Protest gegen den Abriss besetzt das Kollektiv Osterhase seit drei Wochen das Haus an der Bernstrasse 29a. Gestern lief der Vertrag zur Zwischennutzung aus.

von
mua/smü
Vor drei Wochen zog «Familie Osterhase» in das Haus an der Bernstrasse 29a in Ostermundigen ein.

Vor drei Wochen zog «Familie Osterhase» in das Haus an der Bernstrasse 29a in Ostermundigen ein.

Von der Hausbesetzung bis zur turbulenten Polizeirazzia – seit drei Wochen wohnt das Wohn- und Künstlerkollektiv Familie Osterhase an der Bernstrasse 29a in Ostermundigen. Die Verwaltung HRS Real Estate gab ihnen ein Zwischennutzungsvertrag, dessen Frist gestern ablief. Laut «dem Bund» sei das Ultimatum vorerst aufgehoben worden.

Die Familie Osterhase fühlt sich im Haus offenbar sehr wohl. Die Befürchtung, durch die Polizeirazzia unter falschen Verdacht geraten zu sein, hätte sich zum Glück nicht bestätigt. Ihre Lebensweise komme auch in der Nachbarschaft gut an, es seien schon Workshops im Haus abgehalten worden. «Wir dürfen noch bleiben», sagt ein Besetzer gegenüber dem «Bund».

Kulturelle Nutzung geplant

Von Seiten der Verwaltung sieht es allerdings anders aus: «Eine neue vertragliche Regelung gibt es für die Nutzung nicht», so Sven Bradke, Sprecher der HRS Real Estate AG gegenüber 20 Minuten. In den nächsten Tagen soll ein Gespräch zwischen dem Kollektiv und der Verwaltung stattfinden. Dabei werde der geordnete Auszug das Thema sein.

Am Montag meldete sich auch die lokale FDP zu Wort: Sie will per Motion erreichen, dass das Gebäude an der Bernstrasse 29a geräumt wird. Dann soll der «Schandfleck» abgerissen werden. Die Besetzung gehe auf Kosten der Steuerzahler, die etwa für die Polizei aufkommen müssten.

Das Besetzerkollektiv hält in einer Antwort auf Facebook fest, dass man die leerstehende Liegenschaft kulturell nutzen wolle, bis in zwei bis vier Jahren ein Altersheim auf dem Areal entstehen soll.

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