Unruhen in Ostukraine: Besetzer lassen in Lugansk 51 Geiseln frei
Aktualisiert

Unruhen in OstukraineBesetzer lassen in Lugansk 51 Geiseln frei

Im Osten der Ukraine haben prorussische Aktivisten gestern 60 Menschen als Faustpfand genommen, davon ist die Mehrheit wieder freigelassen worden.

In der ostukrainischen Stadt Lugansk sind nach offiziellen Angaben fast alle von prorussischen Demonstranten festgehaltenen Menschen wieder in Freiheit. 56 Geiseln hätten in der Nacht zum Mittwoch das besetzte Verwaltungsgebäude verlassen, erklärte der Geheimdienst SBU am Mittwoch.

Sie seien nach Verhandlungen mit Abgeordneten freigelassen worden, denen der Zugang zu dem Gebäude gestattet worden sei. Alle Befreiten seien wohlauf, hiess es weiter. Die Verhandlungen mit den Demonstranten würden fortgesetzt.

Wie viele Menschen weiterhin festgehalten wurden, blieb zunächst unklar. Am Dienstag hatte der SBU von insgesamt 60 Geiseln gesprochen. Militante Aktivisten hatten den Verwaltungssitz in Lugansk am Sonntag besetzt. Nach SBU-Angaben wurden die Geiseln mit Waffen und Sprengsätzen bedroht.

Lugansk liegt weniger als 30 Kilometer von der russischen Grenze entfernt. In der Region leben viele ethnische Russen, die Volksabstimmungen über eine Unabhängigkeit von der Übergangsregierung in Kiew fordern. Prorussische Demonstranten halten auch die Gebäude der Gebietsverwaltungen in den ostukrainischen Städten Donezk und Charkiw besetzt. In Donezk riefen sie am Montag eine «souveräne Volksrepublik» aus. (sda)

Kiew droht Aktivisten

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Der ukrainische Innenminister Arsen Awakow hat den prorussischen Aktivisten im Osten des Landes mit einem gewaltsamen Vorgehen der Sicherheitskräfte gedroht. «Diejenigen, die auf Konflikt setzen, werden die Härte des ukrainischen Staates zu spüren bekommen.»

Dies sagte Awakow am Mittwoch vor einer Kabinettssitzung in Kiew. Zugleich bot er einen Dialog an. «Ich denke, dass in den nächsten 48 Stunden eine Lösung für diese Krise gefunden wird», sagte Awakow. Bei den konfliktbereiten Kräften handelt es sich nach seinen Worten um eine Minderheit. (SDA)

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