Zwei Brände in Basel: Besetzte «Villa Rosenau» ist abgebrannt
Aktualisiert

Zwei Brände in BaselBesetzte «Villa Rosenau» ist abgebrannt

Zwei Brände bescherten der Basler Feuerwehr ein heisses Wochenende. Auch die «Villa Rosenau» ging in Flammen auf.

von
Benjamin Rosch

Strenges Wochenende für die Basler Feuerwehr: Gleich zweimal innert weniger Stunden brannte es. Ein Raub der Flammen wurde auch die berühmte «Villa Rosenau», die gestern am frühen Morgen zerstört wurde. Ersten Erkenntnissen zufolge habe ein von den Besetzern der Villa entfachtes Feuer auf einen Wohnwagen übergegriffen. «Dieser brannte komplett aus und setzte das Gebäude in Brand», sagt Markus Fischer, Hauptmann der Milizfeuerwehr. Erschwerend kam hinzu, dass die Bewohner einen Zaun aus alten Reifen gebaut hatten und so die Spurensicherung behinderten.

Was aus der berühmten Behausung für die alternative Szene wird, ist noch unklar. Aus statischen Gründen ist nach Angaben der Feuerwehr mindestens die Hälfte des Hauses einsturzgefährdet. Auch der Rest, der mit einem Not-Dach versehen wurde, kann derzeit nicht bewohnt werden. Die Besetzer lehnten jedoch eine vom Kanton angebotene Notunterkunft ab.

Zuvor war Fischer schon die ganze Nacht am Kembserweg im Einsatz gestanden. Am Samstag Abend war es dort zu einem Wohnungsbrand gekommen, nachdem ein Bewohner eingeschlafen war, «ohne Zigarette oder Kerze zu löschen», wie eine Nachbarin vor Ort sagte. Sechs Personen mussten mit Rauchvergiftungen ins Spital eingeliefert werden.

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