Villigen AG - Besetzung Holcim-Steingrube nach wenigen Stunden von Polizei aufgelöst
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Villigen AGBesetzung Holcim-Steingrube nach wenigen Stunden von Polizei aufgelöst

Klimaaktivistinnen und -aktivisten besetzten am Sonntag den Wald beim Steinbruch Gabenchopf. Die Polizei räumte die Besetzung und kontrollierte die Anwesenden.

von
Lynn Sachs
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Klimaaktivistinnen und Klimaaktivisten errichteten auf dem Holcim-Areal bei Brugg AG eine Waldbesetzung.

Klimaaktivistinnen und Klimaaktivisten errichteten auf dem Holcim-Areal bei Brugg AG eine Waldbesetzung.

ZAD Geissberg
Diese Besetzung wurde am Sonntagnachmittag durch die Kantonspolizei Aargau geräumt.

Diese Besetzung wurde am Sonntagnachmittag durch die Kantonspolizei Aargau geräumt.

ZAD Geissberg

Darum gehts

Mit dem Motto «Wir stellen uns Holcim in den Weg» besetzten Klimaaktivistinnen und Klimaaktivisten am Sonntag trotz Schnee und kalten Temperaturen einen Steinbruch des Zement-Riesen Holcim in der Nähe von Brugg AG. Sie hatten am Rande des Steinbruchs Gabenchopf in einer Rodungszone eine Waldbesetzung errichtet. Damit wollten sie eine Erweiterung der Kalkstein-Grube verhindern.

Die Kantonspolizei Aargau hat die Besetzung bereits am Sonntagnachmittag geräumt. Laut einer Mitteilung konnten kurz nach 14 Uhr im Raum des Holcim-Areals mehrere kleinere Gruppen Klimaaktivistinnen und Klimaaktivisten festgestellt werden. Die Personen im Alter zwischen 17 und 60 Jahren seien aus verschiedenen Orten in der Schweiz und den angrenzenden Nachbarländern angereist. Sie wurden alle zur Kontrolle einem Stützpunkt der Kantonspolizei zugeführt. Im Anschluss an die Kontrolle erhielten die rund 40 Personen eine Wegweisung und wurden aus der Kontrolle entlassen.

«Es sind nicht wir, die hier geräumt werden müssen», sagt Aktivist Gerhard Heiny in einer Mitteilung. Holcim müsse für die Auswirkungen, welche der Industrie-Gigant auf den Klimawandel hat, verantwortlich gemacht und gestoppt werden. «Unser Protest ist legitim. Wir kämpfen hier für eine lebenswerte Zukunft auf diesem Planeten», so Heiny. 

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