Aktualisiert 12.02.2015 16:08

Beschlagnahmtes Kunstwerk

Besitzerin des Da-Vinci-Gemäldes wehrt sich

Das angebliche Da-Vinci-Bild, das die Polizei im Tessin beschlagnahmt hat, gehört einer 70-jährigen Italienerin. Sie bestreitet, dass das Werk geschmuggelt wurde.

von
lüs
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Das Gemälde «Bildnis der Isabella d'Este» wurde am 9. Februar 2015 in einem Tresorraum in Lugano beschlagnahmt. Das Werk wird Leonardo da Vinci zugeschrieben. Es soll für 95 Millionen Euro zum Kauf angeboten worden sein.

Das Gemälde «Bildnis der Isabella d'Este» wurde am 9. Februar 2015 in einem Tresorraum in Lugano beschlagnahmt. Das Werk wird Leonardo da Vinci zugeschrieben. Es soll für 95 Millionen Euro zum Kauf angeboten worden sein.

Kantonspolizei Tessin
Ob das Gemälde wirklich von da Vinci persönlich stammt, ist unter Kunstexperten nicht unumstritten. Unbestritten ist jedoch, dass da Vinci eine Porträtskizze von Isabelle d'Este angefertigt hat. Diese ist im Louvre in Paris ausgestellt.

Ob das Gemälde wirklich von da Vinci persönlich stammt, ist unter Kunstexperten nicht unumstritten. Unbestritten ist jedoch, dass da Vinci eine Porträtskizze von Isabelle d'Este angefertigt hat. Diese ist im Louvre in Paris ausgestellt.

Wikipedia
Leonardo da Vinci, hier auf einem Selbstporträt, lebte von 1452 bis 1519 und war ein italienischer Universalgelehrter, der unter andrem als Maler, Bildhauer, Architekt und Ingenieur tätig war.

Leonardo da Vinci, hier auf einem Selbstporträt, lebte von 1452 bis 1519 und war ein italienischer Universalgelehrter, der unter andrem als Maler, Bildhauer, Architekt und Ingenieur tätig war.

Wikipedia

Emilia Cecchini (70) aus dem italienischen Pesaro ist die Besitzerin des Werks «Bildnis von Isabella d'Este», das vom italienischen Renaissance-Künstler Leonardo da Vinci gemalt worden sein soll. Dies berichtet die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Am Montag war das Werk in einem Tresorraum in Lugano beschlagnahmt worden – aufgrund eines Rechtshilfegesuchs der Staatsanwaltschaft von Pesaro. Sie ermittelt wegen Kunstschmuggels und Versicherungsbetrugs.

Bild soll seit 1920 in der Schweiz sein

Das Werk befindet sich offenbar schon lange in Familienbesitz. Checchini soll es von ihrem Vater geschenkt bekommen haben, der es seinerseits von seiner Mutter erhalten habe, die Anfang des 20. Jahrhunderts in die Schweiz ausgewandert sei. Checchini hatte einen Anwalt damit beauftragt, das Gemälde zu verkaufen. Laut der italienischen Staatsanwaltschaft forderte er einen Preis von mindestens 95 Millionen Euro.

Gemäss dem Verteidiger von Emilia Checchini befindet sich das Gemälde seit dem Jahr 1920 in der Schweiz. Es sei nie illegal in die Schweiz gebracht worden.

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