Beslan: Putin bleibt stur

Aktualisiert

Beslan: Putin bleibt stur

Es gebe keine Verbindungen zwischen der russischen Tschetschenien-Politik und den Ereignissen in Beslan, betonte der russische Präsident Wladimir Putin in einem Gespräch mit ausländischen Journalisten. Putin wehrt sich auch gegen eine öffentliche Untersuchung des Geiseldramas.

Dies berichtete die britische Zeitung «The Guardian» nach einem Gespräch des Kreml-Chefs mit ausländischen Korrespondenten.

Wenn das russische Parlament eine eigene Untersuchung machen wolle, werde er sich nicht dagegen sträuben, sagte Putin. Er warnte jedoch, dass es zu einer politischen Show werden könne. Eine mögliche Aufarbeitung der Geschehnisse in Beslan durch das Parlament würde nicht sehr produktiv sein.

Beim Gespräch mit den ausländischen Journalisten habe sich der russische Präsident auch gegen Gespräche mit Führern der tschetschenischen Rebellen ausgesprochen. Es gebe keine Verbindungen zwischen der russischen Tschetschenien-Politik und den Ereignissen in Beslan, betonte Putin.

In Russland herrscht Staatstrauer für die offiziell 335 Opfer des blutigen Geiseldramas, von denen fast ein Drittel bislang nicht identifiziert werden konnte. Insgesamt wurden in Spitälern Russlands noch 565 Verletzte behandelt, unter ihnen 347 Kinder. (sda)

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