Vorsicht, Betrug - Besonders viele Phishing-Versuche über Whatsapp und Telegram
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Vorsicht, BetrugBesonders viele Phishing-Versuche über Whatsapp und Telegram

Die Chat-Dienste Whatsapp und Telegram sind bei ihren Nutzerinnen und Nutzern beliebt. Dies zieht aber auch immer wieder Betrügerinnen und Betrüger an.

von
Dominique Zeier
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Vorsicht bei Links, die über Chat-Dienste wie Whatsapp verschickt werden. 

Vorsicht bei Links, die über Chat-Dienste wie Whatsapp verschickt werden.

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Bevor man auf solche Links klickt, sollte man unbedingt sicher stellen, dass sie aus einer sicheren Quelle stammen. 

Bevor man auf solche Links klickt, sollte man unbedingt sicher stellen, dass sie aus einer sicheren Quelle stammen.

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Laut einer Auswertung des Sicherheitsunternehmens Kaspersky entfallen rund 89,6 Prozent aller Betrugsfälle über Chat-Dienste auf Whatsapp . 

Laut einer Auswertung des Sicherheitsunternehmens Kaspersky entfallen rund 89,6 Prozent aller Betrugsfälle über Chat-Dienste auf Whatsapp .

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Darum gehts

  • Immer wieder werden über Messenger wie Whatsapp oder Telegram betrügerische Nachrichten verschickt.

  • Das kann beispielsweise in Form von gefälschten Links geschehen.

  • Insbesondere Whatsapp wird für diese Zwecke häufig missbraucht.

  • Daher sollte man bei empfangenen Links oder Anhängen stets aufmerksam sein und wachsam bleiben.

Über Chat-Apps wie Whatsapp werden immer wieder betrügerische Nachrichten – sogenannte Phishing-Nachrichten – verschickt. Wie eine Auswertung der Cyber-Security-Expertinnen und -Experten von Kaspersky zeigt, wurden allein zwischen Dezember 2020 und Mai 2021 weltweit 94’559 Links, die über solche Messenger verschickt wurden, gesperrt, weil dahinter betrügerische Absichten stecken. Das sind rund 500 Betrugsfälle pro Tag.

Interessant dabei ist, dass beinahe alle diese Links, genau genommen 89,6 Prozent, über Whatsapp verschickt wurden. 5,6 weitere Prozent entfallen auf Telegram, 4,7 Prozent auf Viper und weniger als 0,1 Prozent auf Googles Messaging-Dienst Hangouts.

Grosse Nutzerbasis

Dass es insbesondere auf Whatsapp und Telegram vermehrt zu Betrugsversuchen kommt, liegt daran, dass es sich dabei um die beliebtesten und meist genutzten Messaging-Dienste handelt. Laut Mimikama.at verwenden weltweit 2,7 Milliarden Menschen solche Chat-Apps und es wird vorausgesagt, dass sich diese Zahl bis ins Jahr 2023 auf 3,1 Milliarden erhöhen wird. Das wären 40 Prozent der gesamten Weltbevölkerung.

Was ist Phishing?

Unter Phishing versteht man den Versuch, mittels gefälschter Mails, Nachrichten oder Websites an die persönlichen Daten von Nutzerinnen und Nutzern im Internet zu kommen. Betrügerinnen und Betrüger versenden beispielsweise eine E-Mail, die angeblich von der Bank des Nutzers oder der Nutzerin stammt. Im extremsten Fall wird man unter einem Vorwand auf eine gefälschte Webseite gelockt und aufgefordert, sich einzuloggen. Tut der Nutzer oder die Nutzerin dies, hat der Betrüger oder die Betrügerin nun die Login-Daten und kann theoretisch das Bankkonto plündern. Banken und andere Dienstleister warnen zwar seit Jahren vor Phishing. «Es gibt aber noch genug Leute, die auf Phishing hereinfallen», sagt Martin Steiger, Anwalt für Internetrecht.

Am stärksten von Phishing-Links betroffen sind Userinnen und User aus Ländern wie Russland, auf die 46 Prozent entfallen, gefolgt von Brasilien mit 15 Prozent und Indien mit 7 Prozent. Deutschland landete mit 3 Prozent aller untersuchten Phishing-Fälle auf dem fünften Platz der Rangliste aller Länder.

Vorsicht bei Tippfehlern

Die Auswertung zeige, dass Messaging-Dienste nach wie vor zu den beliebtesten Tools von Betrügerinnen und Betrügern zählen, schreibt Kaspersky. Die hohe Popularität solcher Apps sei aber nur eine Erklärung dafür. Ein anderer sei etwa, dass Chat-Apps wie Whatsapp es Betrügerinnen und Betrügern einfach machten, ihre schädlichen Links, Softwares oder Websites zu verbreiten. Denn oft würden Links verschickt, bei denen lediglich ein Buchstabe oder ein Tippfehler zeige, dass es sich um einen gefälschten Link handle. Viele Nutzerinnen und Nutzer übersehen dies.

Daher rät das Sicherheitsunternehmen, stets genau auf die Schreibweise von Links zu achten. Stimmt ein Link nicht mit der erwarteten Website überein, sollte man sofort aufmerksam werden. Ausserdem verlangen Betrügerinnen und Betrüger oft, dass der geteilte Link sofort mit weiteren Bekannten geteilt werden sollte. Auch hier sollte man Vorsicht walten lassen und wenn Zweifel aufkommen, einen Link lieber nicht mit anderen teilen.

Bei Absender nachfragen

Besondere Vorsicht ist natürlich geboten, wenn solche Links von unbekannten Nummern verschickt werden. Aber auch bekannten Kontakten sollte nicht blind vertraut werden, denn es besteht immer die Möglichkeit, dass deren Accounts einem Hack zum Opfer gefallen sind. Daher macht es Sinn, beim Absender über einen anderen Kanal – beispielsweise eine andere Chat-App, einen Telefonanruf oder per SMS – nachzufragen, ob die verschickte Nachricht tatsächlich aus verlässlicher Quelle stammt.

Aufmerksam werden sollte man insbesondere, wenn bekannte Personen einen plötzlich in einer ungewohnten Sprache – also beispielsweise auf Deutsch anstatt Schweizerdeutsch oder auf Englisch anstatt Deutsch – kontaktieren. Auch wenn Wörter oder Emojis verwendet werden, die für den Absender oder die Absenderin ungewöhnlich sind, sollten die Alarmglocken läuten. In solchen Fällen stecken nicht selten Betrügerinnen oder Betrüger hinter den Nachrichten.

Digital-Push

Wenn du den Digital-Push abonnierst, bist du über News und Gerüchte aus der Welt von Whatsapp, Snapchat, Instagram, Samsung, Apple und Co. informiert. Auch erhältst du Warnungen vor Viren, Trojanern, Phishing-Attacken und Ransomware als Erster. Weiter gibt es Tricks, um mehr aus deinen digitalen Geräten herauszuholen.

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