Aktualisiert

WirtschaftskriseBesorgte Gewerkschaften in Winterthur

Die Wirtschaftskrise hinterlässt auch in Winterthur Spuren. Nach Ansicht des Stadtrates ist die Stadt dank der veränderten Branchenstruktur jedoch weniger stark betroffen als in früheren Krisen. Die Gewerkschaften hingegen sind besorgt.

Dies geht aus einem gemeinsamen Communiqué von Stadtrat und Gewerkschaften vom Dienstag hervor. Nach Ansicht der Gewerkschaften ist die Arbeitslosenquote in Winterthur überdurchschnittlich hoch. Zudem bauten Unternehmen temporäre Arbeitsstellen ab, lagerten Arbeiten aus, verschlechterten Anstellungsbedingungen und verstärkten den Druck auf die Arbeitnehmenden.

Die Gewerkschaften verlangten, dass sich der Stadtrat zugunsten von betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern einsetze. Die Delegation des Stadtrates versprach, sich im Falle einer Verschärfung der Krise beim Kanton dafür stark zu machen, die Möglichkeit einer Erhöhung der maximalen Anzahl Taggelder auszuschöpfen.

Laut Stadtrat ist die Stadt Winterthur weniger von grossen Industriebetrieben abhängig und stärker von KMU getragen als in früheren Jahren. Bei den KMU sei die Ertragslage vielerorts noch gut. Die Anzahl Sozialhilfefälle habe im laufenden Jahr leicht zugenommen, liege aber noch unter den Zahlen von 2006 und 2007.

Zur Bekämpfung der Krise habe der Stadtrat die Investitionstätigkeit beträchtlich erhöht. Zudem vergebe er, wo immer möglich, Aufträge an lokale KMU. Auch engagiere er sich dafür, Unternehmen in Winterthur behalten und neue ansiedeln zu können.

(sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.