«Besser als Manuel Neuer»: Seny Dieng wird beim Afrika-Cup gefeiert
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Zürcher Seny Dieng«Besser als Manuel Neuer» – dieser Schweizer wird beim Afrika-Cup gefeiert

Der in Zürich geborene Senegal-Goalie Seny Dieng kommt beim Sieg gegen Simbabwe überraschend zum Handkuss. Die Fans sind begeistert.

von
Nils Hänggi
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Senegal-Goalie Seny Dieng ist in Zürich geboren und steht nun beim Afrika-Cup zwischen den Pfosten. 

Senegal-Goalie Seny Dieng ist in Zürich geboren und steht nun beim Afrika-Cup zwischen den Pfosten.

AFP
Eigentlich ist er beim Favoriten auf den Titel nur der dritte Goalie. Weil aber die ersten beiden Torhüter wegen Corona ausfielen, musste er ran. 

Eigentlich ist er beim Favoriten auf den Titel nur der dritte Goalie. Weil aber die ersten beiden Torhüter wegen Corona ausfielen, musste er ran.

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Und er reüssierte! Die Fans feierten ihn. Senegal gewann derweil nach einem Foul an Liverpool-Star Sadio Mané.

Und er reüssierte! Die Fans feierten ihn. Senegal gewann derweil nach einem Foul an Liverpool-Star Sadio Mané.

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Darum gehts

  • Senegal gewinnt am Afrika-Cup mit 1:0 gegen Simbabwe.

  • Der einzige Treffer des Spiels fiel erst kurz vor Schluss.

  • Der in Zürich geborene Seny Dieng wird für seine Leistung gefeiert.

Der Africa Cup of Nations ist noch nicht einmal zwei ganze Tage und hat bereits für ordentlich Furore gesorgt. Einmal, weil ein Zürcher Goalie aus dem Nichts die senegalesischen Fans verzaubert. Wie kommts? Im 28-Mann-Kader von Senegal fehlten vor dem Spiel am Montag gegen Simbabwe nicht weniger als elf Spieler wegen Corona, darunter auch Chelsea-Torhüter Edouard Mendy und dessen Ersatz Alfred Gomis (Rennes). So kommt plötzlich die Nummer 3 Seny Dieng zu seinem zweiten Länderspiel.

Und der in Zürich geborene Goalie der Queens Park Rangers, der auch den Schweizer Pass besitzt, macht beim 1:0-Sieg seine Sache gut. Sogar sehr gut, wie man in sozialen Medien lesen kann: Obwohl der 27-Jährige nur zwei Schüsse abwehren musste, vergleicht ihn ein Twitter-User mit Manuel Neuer, schreibt, dass er besser als der Bayern-Goalie sei. «Er ist die Versicherung für uns», meint ein anderer. «Sehr gutes Spiel von ihm, dabei kannte ich ihn gar nicht», ist ein anderer Fan ehrlich. «Ein perfektes Spiel von ihm!», so ein weiterer Twitter-User.

VAR-Chaos und Penalty-Glück

Ebenfalls für Furore sorgte die Tatsache, dass sich Mitfavorit Senegal gegen Aussenseiter Simbabwe erst tief in der Nachspielzeit durchsetzen konnte. Der 1:0-Siegtreffer erzielte Sadio Mané per Penalty – in der 97. Minute. Ganz zum Frust der Simbabwer, die sich mit allem wehren, was sie haben. So auch in der entscheidenden Szene: Senegals Pape Gueye zog ab, Simbabwe-Verteidiger Kelvin Madzongwe warf sich in den Schuss und berührte den Ball mit dem Ellbogen.

Nach endlos langen Diskussionen und einem Riesen-Bock bei der VAR-Untersuchung (es standen keine TV-Bilder von der Szene zur Verfügung) entschied der Schiedsrichter im kamerunischen Bafoussam auf Elfmeter. Liverpool-Star Mané trat an und verwandelte sicher. Die Simbabwe-Spieler waren fassungslos. Die Senegalesen feierten ihren Superstar Mané – und ihren neuen Liebling zwischen den Pfosten.

Am Freitag muss Senegal gegen Guinea ran. Ob Dieng dann wieder im Tor steht? Gut möglich. Die Fans würden sich allemal freuen.

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